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Fr
02.12.
Kulturschuppen Klosters / Schloss Maienfeld

Theaterklassiker auf Tour durch Graubünden

17.11.2022 – 02.12.2022

Termine

Freitag, 02.12.2022 in Kalender eintragen
19:30 Uhr – 22:00 Uhr

Info

Tickets

Ticketpreise: CHF 28.- / 42.- / *15.-

Ticketkauf über unsere Website:
https://www.theaterchur.ch/programm/Raeuber

Links

«Räuber»

Do. 17. November 2022: 19.30 im Kulturschuppen Klosters
Fr. 2. Dezember 2022: 19.30 im Schloss Maienfeld
Dauer: 60 Minuten, ohne Pause / Sprache: Deutsch, Schweizerdeutsch / Alter: ab 14 Jahren / 

Wer sich im Prättigau und der Bündner Herrschaft für klassische Theaterstoffe begeistert, kann Friedrich Schillers «Räuber» bald vor der eigenen Haustür erleben: Das Theater Chur gastiert im November und Dezember mit der erfolgreichen Inszenierung in der Regie von Daniel Kuschewski im Kulturschuppen Klosters und im Schloss Maienfeld.

In «Räuber» stehen vier Figuren im Zentrum: Karl, Franz, Amalia, Spiegelberg. Sie verhandeln die grossen Themen Schillers jeweils auf ihre eigene Art und Weise. Sie alle sind auf der Suche in ihren Lebenswegen. Vaterliebe, Geschwisterneid, Erwartungen, vorgegebene Lebensbahnen stehen Selbstbestimmung, Freiheitsdrang und Unabhängigkeit gegenüber.

Karl und Franz - das klassische Brüderpaar. Unterschiedlicher können Söhne nicht aufwachsen. Der vom Vater bevorzugte Karl setzt sich über die väterlichen Pläne hinweg und verfolgt eigene Ziele: «Mein Geist dürstet nach Taten, mein Atem nach Freiheit ...». In den jüngeren Franz wurden erst gar keine Erwartungen gesetzt. Doch seine Stunde ist gekommen, als der Bruder das Haus verlassen hat. «Warum bin ich nicht der Erste aus Mutterleib gekrochen? Warum nicht der Einzige?» -
Franz erobert sich eine neue Position in der Familie. Mit allen Mitteln versperrt er seinem Bruder den Weg, als dieser in den familiären Schoss und zu seiner geliebten Amalia zurückkehren will. Karl bricht mit seiner Herkunft und sucht neue Verbündete.

Ein Kampf um Macht, Anerkennung, Selbstbestimmung und Liebe entbrennt. Karl, Amalia, Spiegelberg und Franz sind unfreiwillig und freiwillig damit konfrontiert, bisherige Lebenswege verlassen zu müssen. Wie schaffen sie es, neue, eigene Perspektiven zu entwerfen? Wie können sie individuelle Entscheidungen treffen, die es ihnen erlauben, frei zu leben und auf eigenen Beinen zu stehen? Dabei ist der erste Theatertext des damals 20jährigen Friedrich Schiller die Folie, vor der ganz gegenwärtige Lebenssituationen eines jungen wie älteren Publikums erscheinen.