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Leserbrief
Leserbriefe
13.12.2021

Sonderjagd verstösst gegen Tierschutzgesetz

Fortunat Ruffner
Fortunat Ruffner Bild: unsplash
Leserbrief von Fortunat Ruffner, Maienfeld

Die Sonderjagd wird auch bei den teils hochwinterlichen Verhältnissen nicht abgesagt. Die Wildtiere bedürften dringend Ruhe in ihren Wintereinständen. Doch die Sonderjäger haben keine Ehrfurcht vor den gestressten und verängstigten Tieren. Die Abschlachterei am zweiten Adventswochenende im Prättigau hat einmal mehr die Brutalität und Respektlosigkeit der fanatischen Sonderjäger bestätigt. Jungtiere und tragende Elterntiere wurden erbarmungslos abgeknallt. So verlangt es das Amt für Jagd, obwohl das Schweizerische Tierschutzgesetz in Art. 4 statuiert: «Niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten.»

Doch das Amt für Jagd hat vor einem Vollzug des Tierschutzgesetzes, nichts zu befürchten, stecken doch die Regierung, die Bündner Gerichte und der Bündner Tierschutz allesamt unter derselben Decke – dem Bündner Filz. Und der Gang vors Bundesgericht erfordert eine Unsumme Geld.

Das Trauerspiel in der Adventszeit nimmt seinen Lauf.

Fortunat Ruffner