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Fideris
30.12.2021

Zeitgemässe Besoldung für Gemeindevorstand genehmigt

Bild: fideris.ch
An der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2021 unter dem Vorsitz der Gemeindepräsidentin Marianne Flury-Lietha hatten die anwesenden 24 Stimmberechtigten unter anderem über die Teilrevision Besoldungsreglement, Teilrevision Steuergesetz und über den Projektierungskredit Schwimmbadsanierung zu befinden.

Das Besoldungsreglement wurde letztmals im November 2012 revidiert und die Ansätze an den Index angepasst. Die Anforderungen an den Gemeindevorstand sind laut Botschaft zur Gemeindeversammlung in den letzten Jahren deutlich gestiegen und die zeitliche Beanspruchung ist gross. Die Wahl neuer Vorstandsmitglieder sei nicht immer einfach. Diesen Umständen solle mit einer Anpassung des Besoldungsreglements Rechnung getragen werden. Mit einer Erhöhung der Entschädigungen könne auch eher einmal eine Reduktion eines Arbeitspensums in Betracht gezogen werden, um im Gemeindevorstand mitwirken zu können. Vorgesehen sei, das Fixum moderat zu erhöhen, womit wie bisher bereits einige Aufwendungen abgegolten seien. Die übrigen Entschädigungen sollten dafür etwas stärker erhöht werden. Die Teilrevision des Besoldungsreglements per 1.1.2022 wurde einstimmig genehmigt. Das gesamte, revidierte Besoldungsreglement mit den Änderungen ist auf der Homepage oder der Gemeindeverwaltung einsehbar.

Handänderungssteuer erhöht

Die Teilrevision des Steuergesetzes sieht die Erhöhung des Steuersatzes für Handänderungen von einem auf zwei Prozent vor. Der Steuersatz für Handänderungen liegt in der Gemeinde Fideris zurzeit bei einem Prozent des Verkehrswerts der übertragenen Grundstücke, wie der Botschaft zu entnehmen ist. Gemäss kantonalem Gesetz über die Gemeinde- und Kirchensteuern liege der maximale Steuersatz bei zwei Prozent. Verschiedene, grössere Gemeinden im Prättigau wie Klosters, Grüsch usw. würden diesen Steuersatz anwenden, im Durchschnitt der Prättigauer Gemeinden liege der Steuersatz bei 1.5 Prozent. Die Handänderungssteuer sei eine Sondersteuer, die durch die Verursacher zu zahlen sei. Die Höhe der Handänderungssteuer stelle in aller Regel kein Kriterium für oder gegen einen Kauf von Land oder Gebäuden dar. Eine Erhöhung des Steuersatzes auf zwei Prozent erachtet der Gemeindevorstand für die einzelnen Betroffenen als verkraftbar. Der Teilrevision des Steuergesetzes per 1.1.2022 wurde vom Souverän ebenfalls zugestimmt.

Projektierungskredit zugestimmt

Das Schwimmbad Fideris auf dem Schafnix ist seit über 50 Jahren in Betrieb. Einige Gebäudeteile seien sanierungsbedürftig, wie zum Beispiel die veraltete Elektroanlage oder Teile der Dachkonstruktion. Ausserdem seien die Abläufe für das Restaurant schwierig und unpraktisch. Deswegen habe sich der Gemeindevorstand bereits im letzten Jahr Gedanken für eine Sanierung der Gebäude gemacht, erste Projektskizzen seien erarbeitet worden. Nun gehe es darum, diese Arbeiten zu verfeinern und ein Bauprojekt mit einem genaueren Kostenvoranschlag zu erarbeiten. Eine erste Kostenschätzung geht laut Botschaft von Aufwendungen von rund 450'000 Franken aus. Erfreulicherweise seien der Gemeinde Beiträge von Dritten von insgesamt 120'000 zugesichert worden. Für die Projektierung und Planung beantragt der Gemeindevorstand einen Kredit über 40'000 Franken. Die Stimmberechtigten leisteten dem Antrag des Gemeindevorstandes einstimmig Folge.

Als weitere Sachgeschäfte standen das Budget 2022, Kenntnisnahme vom Finanzplan 2023–2026 sowie der Steuerfuss 2022 auf der Traktandenliste. Das Budget 2022, das mit einem Ertragsüberschuss von 81’720 Franken abschliesst, wird einstimmig genehmigt und der erwähnte Finanzplan zur Kenntnis genommen. Ebenfalls einstimmig hat sich der Souverän für die Senkung des Steuerfusses für das kommende Jahr von 110 auf 100 Prozent der einfachen Kantonssteuer ausgesprochen.

ls