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Kanton
22.01.2022

Band Noxx veröffentlicht «mimimi»

Bild: zVg
Am 21. Januar erscheint das neue Album «mimimi» der Basler Band Noxx. Sänger und Frontmann der Formation ist Tamino Weggler aus Domat/Ems. Mit ihm haben wir über die Vorfreude, die Publikumsfavoriten, das Livespielen während der Pandemie und vieles mehr gesprochen.

Endlich ist eure neue Scheibe draussen. Wie nervös bist du in den letzten Tagen gewesen?
Ehrlich gesagt noch ziemlich wenig. Vielleicht kommt das noch. Klar hoffe ich, dass das Album möglichst vielen Leuten gefällt, aber momentan überwiegt noch die Erleichterung zu wissen, dass das Ding bald endlich mal draussen ist.

Ihr habt ja schon einige Vorabsingles rausgehauen. Wie sind die Reaktionen darauf?
Grundsätzlich positiv, es ist jetzt aber nicht so, dass uns täglich Leute schreiben und sagen wie gut oder schlecht sie eine der Singles finden. Allzuviele Reaktionen haben die Songs bisher nicht provoziert.

Welches Stück kam beim Publikum am besten an?
Vor allem "Calanda isch Leba“ und „Maskapflicht“ kamen glaub ich bisher ganz gut an. Das waren auch die Songs die wir am intensivsten beworben hatten.

Wie feiert ihr die Veröffentlichung als Band?
Die Veröffentlichung des Albums wollten wir eigentlich mit je einer Plattentaufe in Basel und Chur feiern. Diese mussten wir jedoch in den Frühsommer verschieben und hoffen, dass wir sie dann mit Publikum und sorgenlos durchführen können. Glücklicherweise haben wir ein sehr cooles Alternativprogramm. Wir dürfen nämlich am Samstag, 22. Januar eine kleine online Plattentaufe bei radio15.ch machen. Auf diesem Internetradio-Sender werden wir ab 20:00 ein kleines Live-Konzert inkl. Interview geben. Das Ganze kann auch als Live-Stream mit Bild auf der Website von radio15.ch verfolgt werden. Wenn da ein paar Leute einschalten und das toll finden, ist das für uns ein sehr würdiger Ersatz für die aufgeschobene Plattentaufe.

Ihr seid eine Basler Band mit Texten in Bündner Dialekt. Ist das ein Pluspunkt oder eher etwas, was zusätzliche Verwirrung stiftet?
Wohl beides. Es ist schon ungewöhnlich, dass eine Band ausserhalb der Region entsteht nach der sie tönt. Aber für die die uns kennen ist das mittlerweile normal. Leute die uns noch nicht kennen, sind vielleicht am Anfang etwas verwirrt. Aber das legt sich schnell wieder.

Wie schwierig ist es als Newcomerband in Pandemiezeiten an Konzerte zu kommen?
Ich würd jetzt mal sagen sehr schwierig. Allerdings kann’s ja auch sein, dass wir uns einfach enorm blöd anstellen und es eigentlich gar nicht so schwierig ist. Auf jeden Fall konnten wir leider seit unserer Gründung 2019 während den zwei Jahren Pandemie nie als ganze Band irgendwo spielen. Drum nehmen wir mit den beiden Plattentaufen und dem Radio-Konzert die Sache selbst in die Hand.

Um die Produktion zu finanzieren, habt ihr ein Crowdfunding gestartet. Wie relevant ist die Beteiligung des Publikums in der heutigen Musikwelt?
Als junge Band hat es sehr viele Vorteile, das Publikum in Form eines Crowdfundings einzubeziehen. Im Idealfall haben Unterstützer:innen dann einen engeren Bezug zur Musik, weil sie sie selbst mitfinanziert und somit ermöglicht haben. Das ist sicher eine speziellere Bindung als zu Musik die man einfach von Spotify algorithmisch vorgesetzt bekommt. Allerdings ist so ein Crowdfunding aber auch sehr zeitintensiv. Für so ein Starter-Projekt wie unseres war’s jedoch die beste Wahl.

Gibt es im Rückblick auch Dinge bei der Albumproduktion, die ihr heute nicht mehr so machen würdet?
Alle Schritte der Albumproduktion, wo alle Bandmitglieder physisch involviert waren, hätten von Anfang an im Sommer geplant werden müssen. Wir hatten zum Beispiel den ersten Recording-Termin im 2020 kurz vor Weihnachten angesetzt. Wie du dir vorstellen kannst, war das keine gute Idee. Aber das ist eher ein Geheimtipp aus unserem neuen Buch: How to record an album during a bleep pandemic.

Wann kann man euch das nächste Mal in Graubünden sehen?
Wenn man einen Bildschirm und Internetanschluss in Graubünden hat, dann schon am 22.1. ab 20:00 auf radio15.ch. So ganz in echt und zum Anfassen dann am 25. Juni in der Postremise. Dann und dort findet die Nachhol-Plattentaufe in Chur statt. Das wird ein Fest!

Christian Imhof