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25.03.2022

Zug gleicht Serie aus

Auch der zweite Matchball ist für Remo Buchli und seine Teamkollegen weg.
Auch der zweite Matchball ist für Remo Buchli und seine Teamkollegen weg. Bild: Erwin Keller
Malans legt im sechsten Playoff-Spiel in der Sporthalle Lust gegen Zug vier Mal vor und verliert doch 4:5 nach Verlängerung. Damit fällt die Entscheidung nun erst in Spiel 7.

Alligator Malans geriet in diesem sechsten Spiel nur einmal in Rückstand. Leider geschah das Ganze aber erst in der Verlängerung und war somit gleichbedeutend mit der Niederlage. 5:4 gewannen die Zuger diese Partie. Das Siegestor in der 64. Minute hatte seinen Ursprung bei einem direkten Volleyabschluss eines Zugers aus der Mittelzone. Dieser führte dazu, dass vor dem Malanser Tor eine 2:1-Überzahl auf den Abpraller der Parade von Torhüter Martin Hitz entstand. Der Zuger André Andersson erbte diesen und spielte kurz quer auf Topskorer Alexander Hallén. Dieser hatte keine Mühe, den Ball im Tor unterzubringen. Der Sieg der Zuger war sicherlich nicht gestohlen. Übers ganze Spiel gesehen hatten die Gäste wohl ein leichtes Chancenplus.

Ärgerliche Zuger Tore

Wenn man sich allerdings die Entstehung der Zuger Tore anschaut, ist die Niederlage aus Malanser Sicht dennoch ärgerlich. Die Zuger erzielten nämlich zwei ihrer Tore nach einem Freistoss, und die Alligatoren hätten sich nicht darüber beklagen dürfen, wenn es noch mehr gewesen wären. Das ist deshalb umso ärgerlicher, weil die Zuger bereits in anderen Spielen dieser Serie zeigten, dass sie nach Freistössen brandgefährlich sind. Zur Entstehung: Einmal reagierte Adrian Furger nach einer unübersichtlichen Situation am schnellsten und spedierte den Ball von hinter dem Tor zurück in den Slot, wo Silvan Maurer bereitstand. Es war der Treffer zum zwischenzeitlich 1:1 in der 24. Minute. Und in der 25. konnten die Zuger bereits wieder nach einem Freistoss reüssieren. Hallén und Andersson spielten den Ball nach einem Freistoss in der offensiven rechten Ecke der Bande entlang hin und her, Andersson erhielt etwas zu viel Platz und nutzte diesen zum Tor. Dazwischen konnte Markus Holenstein für Alligator ebenfalls einen Treffer erzielen. Er erhielt den Ball in der Mittelzone, lief zwei Schritte und schloss mit einem satten Schuss ab. So hiess es nach fünf Minuten im Mitteldrittel 2:2.

Packendes Schlussdrittel

Daneben hob sich bei diesem Spiel 6 vor allem ein Spieler ab: der Malanser Verteidiger Kevin Berry. Ein Beispiel gefällig? In der 28. Minute liess er auf der linken Seite scheinbar ohne grössere Probleme mehrere Zuger stehen und spielte dann einen Backhandpass diagonal auf Florian Tromm, der souverän zum 3:2 einnetzte. Eine ähnliche Spielsituation hatte es auch im ersten Drittel schon gegeben. Die einzigen Unterschiede waren, dass Berry den Energieanfall auf der rechten Seite hatte und er Damian Rohner statt Tromm bediente. So überraschte es nicht, dass Berry nach dem erneuten Ausgleich mittels Penalty von Andersson (der nach einem unglücklichen Ausrutscher von Christoph Camenisch gepfiffen wurde) auch für die erneute Malanser Führung besorgt war. Er versenkte in der 37. Minute nach einem Freistoss aus kurzer Distanz zum 4:3. Im Schlussdrittel sah es lange Zeit danach aus, als ob Malans diese Führung über die Zeit bringen könnte. Die Alligatoren spielten über weite Strecken des Drittels abgeklärt und die wenigen ganz gefährlichen Zuger Szenen wusste Hitz zu entschärfen. Doch wie bereits bekannt ist, kam doch noch alles anders. In der 53. Minute konnten sich die Gäste aus einem aggressiven Malanser Pressing lösen und fanden deswegen eine 2:1-Überzahl vor. Bäcklin spielte Furger an und dieser traf zum Ausgleich. Danach waren beide Teams darauf bedacht, keine Fehler mehr zu machen. Und so kam es dann zur Verlängerung und dort leider zum K.o-Schlag der Zuger. Und so kommt es nun morgen Samstag zum entscheidenden siebten Spiel in dieser Serie. Anpfiff ist um 16 Uhr in der Sporthalle Kantonsschule Zug.

UHC Alligator Malans – Zug United 4:5 n.V. (1:0, 3:3, 0:1, 0:1)

Pressedienst