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11.04.2022
11.04.2022 16:09 Uhr

Wirtschaftsstandort Davos hat überzeugt

Die Teilnehmer der Veranstaltung:  Landrat Kasper Hoffmann, Grossratskandidat Reto Keller, Grossrätin & Regionalentwicklerin Valérie Favre Accola, Pascal Kaufmann und Regierungsratskandidat Roman Hug.
Die Teilnehmer der Veranstaltung: Landrat Kasper Hoffmann, Grossratskandidat Reto Keller, Grossrätin & Regionalentwicklerin Valérie Favre Accola, Pascal Kaufmann und Regierungsratskandidat Roman Hug. Bild: zVg
Am Donnerstag Abend präsentierte Pascal Kaufmann, Gründer von Mindfire, das neue KI-Institut in Davos, Lab42, anlässlich der öffentlichen Veranstaltung «Wirtschaftsstandort Davos und Graubünden – welche Rahmenbedingungen brauchen HI-Tech Unternehmer». Im Publikum sassen aktuelle und ehemalige Vertreter des Grossen Landrats, des Grossen Rates, des Davos Digital Rates und SVP Regierungsratskandidat Roman Hug.

Die Regionalentwicklerin und Grossrätin Valérie Favre Accola führte gleich vorweg, dass die Bühne dem Technologieunternehmer Pascal Kaufmann gehöre und es heute an der Politik sei, gut zuzuhören und zu lernen. Das Publikum hörte den kurzweiligen Ausführungen des Neurowissenschaftlers und KI-Pioniers zu dem in Davos geplanten Lab42 gebannt zu.

Es sei, so Pascal Kaufmann, schon ein spezieller Moment gewesen, als der Davoser Kleine Landrat nach Durchführung des Milestone 1 im Jahre 2018 und den Milestone 2 im Jahre 2021 sich entschieden hat, den Aufbau des Entwicklungs- und Kompetenzzentrum für künstliche Intelligenz, Robotik und Intelligenzforschung in Davos zu unterstützen. Ausschlaggebend für den Standort Davos waren die Erkenntnisse bei den Standortabklärungen: man fand mit Valérie Favre Accola und Philipp Wilhelm engagierte Menschen in der Regionalentwicklung und in der Gemeinde, eine gute vernetzte Wissensstadt mit international führenden Forschungsinstituten, eine weltweit bekannte Marke Davos mit Ausstrahlcharakter und gleichzeitig kann den KI-Talenten aus Tech-Hubs wie Dubai, Singapore, Shanghai oder London ein einmaliges naturnahes Umfeld geboten werden. Auf die Frage, was denn besser werden könnte, lächelte Pascal Kaufmann etwas verlegen und meinte, manchmal dürfte der Bündner etwas offener für technologische Neuerungen sein bzw. innovationsfreudiger und mehr Chancen orientiert als Risiko fokussiert sein. Er hätte gestaunt, dass es bis dato nicht gelungen sei, Technologiefirmen aufzubauen. Das wolle man jetzt mit dem Lab42 ändern!

Pascal Kaufmann präsentiert das neue KI-Institut in Davos. Bild: zVg

In der anschliessenden Unternehmer-Gesprächsrunde mit Grossrat und SVP Regierungsratskandidat Roman Hug wurde zurückgeschaut, wie aus zwei verschiedenen Digitalisierungsvorstössen der Fraktionen SVP und SP dann ein schlagkräftiger Auftrag formuliert wurde, der entgegen der FDP dann grossmehrheitlich auch überwiesen wurde. Heute ist dieser Digitalisierungsfonds über CHF 40 Millionen ein wichtiger Standortvorteil für Graubünden, auch wenn sich schon heute zeigt, dass der Fonds im Anbetracht der vorliegenden Anträge zu knapp bemessen ist und der Vorstand GRdigital die Menge an Anträgen kaum bewältigen kann. Andere Fonds wie jener der Wirtschaftsentwicklung wurden in den vergangenen Jahren bedauerlicherweise nicht ausgeschöpft. Da stellt sich die Frage nach einer Umverteilung.

Wichtig sei, so der Regierungsratskandidat Roman Hug, dass die Politik den Unternehmern den Rücken freihält und die bürokratischen wie steuerlichen Belastungen möglichst gering hält, damit die Unternehmungen wachsen und sich weiterentwickeln können.

Der diplomierte Treuhandexperte und Grossratskandidat Reto Keller als Vertreter von verschiedenen Bündner KMUs ist über die stetig wachsende Bürokratie besorgt, die gerade für kleinere Gewerbebetriebe zur Belastung wird. Hier gilt es Einhalt zu gebieten, denn man dürfe nicht vergessen, dass gerade diese zahlreichen KMUs das Rückgrat der Bündner Wirtschaft seien!

Landrat Kasper Hoffmann freut sich, dass mit der Ansiedlung von Technologie-Unternehmen und neuen Forschungsinstituten auch der Abwanderung der jungen Generation entgegengewirkt werden kann. Früher konnten gut ausgebildete DavoserInnen aufgrund fehlender qualifizierter Arbeitsstellen nicht ins Landwassertal zurückzukehren. Zukünftig wird es möglich, sein bereits während dem Studium für Internships nach Davos zurückzukehren und im Lab42 neuartige Ansätze für Robotik und Künstliche Intelligenz an vorderster Front zu entwickeln.

Pascal Kaufmann im Gespräch mit SVP Regierungsratskandidat Roman Hug. Bild: zVg
Pressedienst