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Kanton
25.04.2022

Carmelia Maissen: «Die Jugend stärker einzubinden, ist eine grosse Chance»

Bild: Christian Imhof
Carmelia Maissen von der Mitte bedauert es, dass Jugendliche heute kaum an politischen Themen teilnehmen. Sie mehr einzubinden und schon früh mit politischen Fragen und Gestaltungsmöglichkeiten vertraut zu machen, erachtet sie als grosse Chance.

Dass sie sich als Frau für ein solches Amt bewerbe stosse auf viel positive Resonanz. «Sehr viele Frauen und Männer – von links bis weit ins bürgerliche Lager – sind der Meinung, dass in einer Regierung beide Geschlechter vertreten sein sollten und dass gemischte Gremien generell die ausgewogeneren Entscheidungen treffen, da sie breiter abgestützt sind.» Die aktuelle Gemeindepräsidentin von Ilanz/Glion hat sich im letzten Herbst für eine Kandidatur entschieden. Ein wichtiges Anliegen für die Sursilvanerin ist es, bei den Jungen das Interesse an der Politik wieder zu wecken. «Ich denke, es ist eine Aufgabe der Politik, Themen und politische Zusammenhänge verständlich zu vermitteln. Die Welt ist grundsätzlich kompliziert, vor hundert Jahren hat alles noch einfacher funktioniert. Das heisst aber nicht, dass eine breite Partizipation nicht möglich ist. Es ist wichtig, dass auch die Jungen sich eingeladen fühlen, an der Diskussion teilzunehmen, sich eine Meinung zu bilden und am Tag X an die Urne zu gehen und wählen und abstimmen.» Es sei wichtig, dass die nächste Generation sich engagiere und auch rechtzeitig involviert werde. Wie wichtig Carmelia Maissen das Zusammenspiel zwischen Gemeinden und dem Kanton ist, wie sie das Thema Mobilität anpacken will und vieles mehr gibt’s im ganzen Interview.

Christian Imhof