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Leserbrief
Leserbriefe
11.05.2022

Bildungskosten beim Schulverband FFJS

Bild: unsplash
Ein Leserbrief von Walter Hartmann, GPK-Mitglied (Jenaz), Schulverband FFJS

Es steht mir nicht zu, der Schierser Bevölkerung eine Stimmempfehlung zum beantragten Schulverbandsaustritt abzugeben. Das werde ich mit diesem Leserbrief auch nicht vornehmen.

In der Botschaft und den letzten Rathausnachrichten (KW17) der Gemeinde Schiers ist zu entnehmen, dass der Defizitanteil von Schiers materiell von CHF 2,8 Mio. auf 4,2 Mio. erhöht wurde, was eine finanzielle Steigerung von 50% ergibt.

Als gewähltes GPK-Mitglied des Schulverband FFJS kann ich Nachfolgendes bestätigen. Für’s Schuljahr 2013/2014 (1. Rechnungsjahr) betrug der Defizitanteil der Gemeinde Schiers CHF 2,83 Mio. Bei der letzten, im Februar 2022 geprüften Jahresrechnung (2020/21) betrug der Defizitanteil CHF 3,7 Mio. Der Defizitanteil stieg somit in den letzten acht Schuljahren um CHF 0,87 Mio. Bei dieser Kostensteigerung gilt es jedoch zusätzlich zu beachten, dass der Kanton Graubünden seine Subventionspraxis seit Schulverbandsbeginn laufend geändert hat. Die direkten Bildungssubventionen, die an den Schulverband ausgerichtet werden, wurden im gleichen Zeitraum um CHF 1,27 Mio. gekürzt (ca. Anteil Schiers CHF 0,75 Mio.) und im Gegenzug den Gemeinden über den Finanz- und Lastenausgleich mehr Geld in die Gemeindekassen ausbezahlt. Durch die direkte Subventionsumverteilung (vom Schulverband zu den Gemeinden) entsteht ein Bild einer enormen Kostensteigerung in der Bildung. Wenn man die direkt bezahlten Subventionen des Kantons in den Jahresrechnungen des Schulverbands nicht berücksichtigt, so ist ersichtlich, dass aufgrund der geprüften Jahresrechnungen die totalen Bildungskosten im Schulverband seit Beginn in etwa gleich geblieben sind (2013/14: CHF 7,30 Mio., 2020/21: CHF 7,23 Mio. und im Ø der letzten acht Jahre CHF 7,32 Mio.).

Walter Hartmann