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22.05.2022

Turnwerk bringt 14 Auszeichnungen mit nach Hause

Bild: zVg
Vergangenes Wochenende fanden die 104. Zürcher Kunstturntage in Neftenbach statt. Das Turnwerk Südostschweiz war mit insgesamt 20 Turnern in den Kategorien P1 bis P6 am Start. 14 Turner kehrten mit der begehrten Auszeichnung zurück. Die beiden Widmaier-Jungs schafften es beide in die Top 10.

Wiederum für ein Glanzresultat sorgten die P1 Turner, allen voran Jano Willi (BTV Chur). Er turnte mit dem 2. Rang erneut auf das Podest und stellte damit endgültig klar, dass er an den Schweizermeisterschaften Anfang Juni in Lugano um Edelmetall mitkämpfen wird. Seine beiden Trainingskollegen Lino Zanetti (TV Landquart) auf dem 4. Rang und Gianni Zanolari (TV Untervaz) auf Platz 11 zeigten ebenfalls top Leistungen. Zanetti hat in seiner noch jungen Turnkarriere einen weiteren Meilenstein erreicht, turnte er doch mit 80,375 Punkten erstmals über die 80-Punkte-Marke und verpasste die Bronzemedaille nur um winzige 0,100 Punkte. Somit kann Zanetti zum erweiterten Favoritenkreis für die SMJ in Lugano gezählt werden. Weitere Auszeichnungen erturnten sich Noah Good (15., TV Mels), Lian Allenspach (17., BTV Chur), Laurin Jeanneret (19., TV Zizers), Andri Riesen (25., TV Mels), Lucca Kuoni (29., TV Maienfeld), Lenny Hardegger (33., TV Mels). Alle vier Turner des Turnwerks, welche im Programm 2 von Roman Mamazhanov trainiert werden, wurden ausgezeichnet und durften sich die begehrte Erinnerungsmedaille umhängen lassen. Yanick von Rotz (TV Mels) wurde 15., gefolgt von seinen beiden Teamkollegen Yann Willi (16., TV Mels) und Gian Meli (17., TV Mels) sowie Lionel Caluori (19., TV Maienfeld). Ihr Trainingspartner Elia Zanetti (TV Landquart) startete im Programm 3 nicht optimal in den Wettkampf, musste er doch gleich zu Beginn bei seinem ersten Sprung einen Sturz in Kauf nehmen. Beim zweiten Gerät, dem Barren, musste er ebenfalls das Gerät verlassen. Somit lag eine Auszeichnung für Zanetti diesmal nicht mehr drin. Die Programm-5- und 6-Turner des Turnwerk Südostschweiz wohnen unter der Woche in Wil und trainieren im dort ansässigen Leistungszentrum RLZ Ost. Nico Alder (TV Mels) startete im Programm 5, wo er mit dem 14. Rang ebenfalls ausgezeichnet wurde. Im Programm 6 waren Kilian Schmitt (TV Mels) und Janic Meier (TV Maienfeld) im Einsatz. Da Schmitt eine Trainingsverletzung an der Ferse auskurieren muss, konnte er nur an vier Geräten antreten und hatte somit keine Chance für eine Auszeichnung im Mehrkampf. Gleich erging es Janic Meier, der nur an zwei Geräten antrat. Dafür turnte Meier diese beiden Geräte meisterlich. In der höchsten Leistungsklasse holte sich Meier den Tagessieg am Reck und am Barren wurde er ausgezeichneter Vierter.

Beide Widmaiers in Top 10

Myro Widmaier startete früh am Morgen seinen ersten Qualifikationswettkampf im Programm 2 nach einer Woche im Klassenlager. Nicht optimal vorbereitet und auch nicht ausgeschlafen ging es für den Schierser am Reck los. Auch wenn sich vereinzelt Fehler einschlichen, schaffte Myro den Salto-Abgang ohne Sturz wie letztes Wochenende, jedoch mit einem grossen Schritt. Am Boden musste er einen Sturz in der Übung verbüssen und ausserdem wurde ein Bonuselement nicht gerechnet. Somit platzierte er sich in der Rangliste weit hinten. Am Pferd konnte er eine gute Übung zeigen. An den Ringen wurde ihm ein Element nicht angerechnet, was zu Diskussionen zwischen Trainer und dem Kampfgericht führte. Aber diese liessen sich nicht von ihrer Meinung abbringen. Eigentlich heisst es in der Theorie  «im Zweifelsfall für den Turner», doch in der Praxis wird das anders gehandhabt. Am Sprung zeigte Widmaier zwei hervorragende Übungen und bekam vom Kampfgericht dementsprechend eine gute Note. Auch am Barren konnte er die Übung gut abrufen. Myro durfte am Ende doch eine Auszeichnung entgegennehmen und freute sich über den 9. Rang von Insgesamt 42 gestarteten P2-Turnern. Der ältere Bruder von Myro, Enyo hatte das Startgerät Barren, konnte dort eine souveräne Übung mit vielen Schwierigkeiten zeigen und erhielt die zweithöchste Note seiner Kategorie an diesem Gerät, was ein super Start bedeutete. Am Reck konnte er stark weiterturnen und erhielt sogar die Bestnote. Da es ihm so lief, wollte er am Boden den Schwierigkeitsgrad erhöhen und plante einen Doppelsalto auf Risiko einzubauen. Leider ging dies nicht ganz auf und und Widmaier stürzte. Zudem musste er noch einen weiteren Sturz verbüssen, was wieder einen Punktabzug gegeben hat. Es fehlte ihm zusätzlich ein Element. Ebenfalls wurde ihm am Pferd ein Bonuselement nicht gerechnet, zudem gab es in der Zusatzübung einen Sturz, was natürlich unglücklich war. An den Ringen wie schon bei Myro wurde ein Element nicht gewertet, was wieder zu Diskussionen führte, die vom Kampfgericht ohne mit der Wimper zu zucken abgeschmettert wurde. Am Sprung konnte Enyo dann das Kampfgericht mit den beiden hochstehenden Sprüngen überzeugen und erzielte mit Abstand die Bestnote. Enyo hat sich auf dem 5. Rang von 12 gestarteten Turnern eingereiht. Auch wenn der Rang nicht ganz wie gewünscht ist, hat er doch immerhin an drei Geräten eine Top-Leistung gezeigt. Nächstes Wochenende ist der nächste hochstehende Qualifikations-Wettkampf in Bellach.

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Jürg von Rotz/Christian Imhof