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Kanton
23.05.2022

Fehlende Absprachen führten zu Bahnunfall in Cazis

Beim Zusammenstoss von zwei Bauzügen war im April 2021 grosser Sachschaden entstanden. Nun wurde ein Bericht über die Unfallursache veröffentlicht.
Beim Zusammenstoss von zwei Bauzügen war im April 2021 grosser Sachschaden entstanden. Nun wurde ein Bericht über die Unfallursache veröffentlicht. Bild: Kantonspolizei Graubünden
In Cazis GR sind vor rund einem Jahr zwei Bauzüge zusammengestossen. Es gab grossen Sachschaden, ein Bahnmitarbeiter wurde leicht verletzt. Die Sicherheitsüberprüfungsstelle (Sust) nennt in ihrem Schlussbericht fehlende Absprachen als Grund für den Unfall.

Am 8. April 2021 hatte sich im Bahnhof von Cazis kurz nach zwei Uhr nachts ein Bahnunfall ereignet. Eine Bauzugskomposition mit sieben Schotterwagen und einer Lokomotive war beim Rangieren mit einer Geschwindigkeit von 29 Stundenkilometern in einen stehende Bauzug hineingefahren.

Ein Bahnmitarbeiter, der sich zu diesem Zeitpunkt auf einer Plattform des stehenden Zugs befand, wurde bei der Kollision leicht verletzt. Nach dem Unfall eröffnete die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) Abklärungen zur Ursache.

In dem am Montag veröffentlichten Schlussbericht heisst es, die Auffahrkollision der beiden Züge sei auf die ungenügende Koordination des Sicherheitschefs sowie auf die unzureichende Absprache der Rangierleiter zurückzuführen.

Weiter habe eine fehlende Kennzeichnung eine frühere Wahrnehmung des möglichen Zusammenstosses verhindert. Zudem sei die Fahrt des Bauzuges mit erhöhter Geschwindigkeit erfolgt. Die Rhätische Bahn hatte nach dem Unfall unter anderem mit Informationen an die Mitarbeitenden reagiert. Die Sust gab in ihrem Bericht keine zusätzlichen Sicherheitsempfehlungen.

vilan24/Keystone-SDA