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Prättigau
24.05.2022

Freudiger Blick zurück

Gemeinsam machts viel mehr Freude: Kandidierende der Liste 1 SP & Grüne posieren mit Regierungsrat Peter Peyer am Grüscher Wahlhengert.
Gemeinsam machts viel mehr Freude: Kandidierende der Liste 1 SP & Grüne posieren mit Regierungsrat Peter Peyer am Grüscher Wahlhengert. Bild: zVg
Mit dem neuen Wahlsystem betrat die SP als kleine Partei im Prättigau politisches Neuland. Ein Erfahrungsbericht.

Die Vorbereitungen begannen vor einem Jahr mit der Suche nach zehn Kandidat:innen für die sechs Wahlkreise. Anfang 2022 folgte das Prozedere mit den offiziellen Wahlvorschlägen. Denn damit eine Kandidatur zustande kommt, braucht es erst einmal zwei Formulare, die korrekt ausgefüllt und von einigen Personen unterschrieben werden müssen. Selbst auf den Gemeindeverwaltungen kamen Fragen auf, weil das Vorgehen für alle Beteiligten neu war. Entstanden sind dabei spannende Gespräche, wie auch beim Sammeln der Unterschriften für die Wahlvorschläge bei Stimmberechtigten in den Wahlkreisen. «Ich kam mit Menschen über Politik ins Gespräch, von denen ich überhaupt nicht erwartet hätte, dass sie sich dafür interessieren», so Monika Baumgartner, Wahlkampfhelferin und Kandidatin im Kreis Jenaz.

Kaum waren die Wahlvorschläge eingereicht, mussten die Kandidierenden Inhalte für das Wahlkampfmaterial liefern, aber auch für verschiedene Online-Medien und Portale. Während das Posieren für Fotos noch relativ einfach war, gestaltete sich die Aufgabe, die eigenen politischen Positio-nen auszuformulieren, für die meisten ungleich anspruchsvoller. So empfand es auch Jürg Mächler, Kandidat in Schiers: «Es war ein Ringen um klare Aussagen und Schwerpunkte.»

Nach den langen Vorbereitungen ging es im April mit dem eigentlichen «Wahlkampf» los. Wobei wenig von Rivalität zu spüren war, als Kandidierende aller Parteien in Klosters, Küblis und Schiers gemeinsam ihre persönlichen Wahlkampf-Flyer in ein Couvert verpackten, als Dienstleistung für die Stimmberechtigten in den Wahlkreisen. «Mir hat diese Aktion in Küblis sehr gut gefallen. Man hat gemeinsam etwas gemacht, miteinander geredet und gelacht, davon hätte ich gerne mehr», erinnert sich die Kübliser Kandidatin und zweite Wahlkampfhelferin Marianna Dürr-Dachauer.

Lebendige Politik

Für die SP Prättigau war von Anfang an klar, dass sie einen persönlichen, lustvollen Wahlkampf betreiben würde, um damit zu einem freundlichen Klima in der Gesellschaft und Politik beizutragen. Bei teilweise erdrückender Präsenz der politischen Gegnerschaft wurden denn auch für die Liste 1 SP & Grüne Plakate aufgehängt und Inserate geschaltet. Zu einer starken Sichtbarkeit führte in Klosters Kandidat Christof Hegi, der zum ersten Mal Plakate mit SP-Logo an Kandelabern aufhängte. Für noch weitreichendere mediale Präsenz sorgte ein Bericht im Schweizer Fernsehen über den Höhepunkt des gesamten Wahlkampfes, dem Wahlhengert in Grüsch und Putz. Auch dort kam es nebst aller Geselligkeit zu anregenden Gesprächen und Diskussionen.

Mit diesem Schwung, reich an Erlebnissen und Erfahrungen werden sich einzelne Mitglieder in der kommenden Zeit wieder in ihren Schwerpunkthemen engagieren, wie Kreislaufwirtschaft, Bildungsstandort oder Kultur im Prättigau.

Pressedienst