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Holzrücken, ein Wettbewerb für Kenner und Könner

Sara Willi mit Camèlia voll konzentriert.
Sara Willi mit Camèlia voll konzentriert. Bild: M. Wittwer
Nach zwei Jahren Pause haben am Pfingstmontag 29 Gespanne ihr Können gezeigt, mit höchster Präzision einen Holzstamm durch einen anspruchsvollen Parcours zu ziehen. Der Wettbewerb bot den zahlreichen Zuschauenden einen spannenden Tag bei herrlichem Wetter. Die Teilnehmenden und die Experten und Expertinnen lobten die idealen Verhältnisse auf dem Fahr- und Reitplatz in Grüsch.

Benno John aus Ragaz baute mit seinen Leuten zwei anspruchsvolle und für die Zuschauenden interessante Parcours auf. Hinderniskegel mit einem aufgesetzten Ball machten die Hindernisse beim Ein- und Ausgang für die Fahrenden besonders schwierig. Die Teilnehmenden absolvierten zuerst den Parcours auf der ersten Platzhälfte, Prüfung 1, und konnten anschliessend ihr Können auf dem Parcours der zweiten Platzhälfte, Prüfung 2, bestätigen oder verbessern. Rückwärtsrichten, den fünf Meter langen Baumstamm durch enge Passagen hindurchziehen, zwischen zwei Reihen Jungtannen passieren, über eine Brücke mit Absatz ziehen, über Balken laufen, einen Wassergraben durchlaufen, Querstämme überschreiten, über Schrägstämme ziehen und den Stamm präzise auf zwei Holzstämmen platzieren, in der Fachsprache poltern genannt, waren die Herausforderungen. Keiner der Teilnehmenden schaffte die beiden Parcours ohne Abzug. Die Gespanne traten in der Kategorie «L» oder «M» an. Die zwei Kategorien unterscheiden sich in der Breite des Waagscheites und in der Führung des Pferdes. Das Pferd kann in der Kategoire «L» am Leitseil oder auch an der Halfter geführt werden, in der Kategorie «M» nur am Leitseil.

Die Kategorie «L» gewann Bruno Stierli aus Gibswil im Tösstal mit Navado. Jöri Willi aus Pusserein wurde mit Serenade auf dem ersten Parcours Zweiter und auf dem zweiten 13., Sarah Willi aus Pusserein mit Eileen 6/4, mit Calimera 14/3, Reto Niggli aus Fideris mit seinen Haflingern Silvana 7/6 und Sarina 10/7 von 16 Teilnehmenden. Die Kategorie «M» gewann der Vorarlberger Günther Bösch mit Lennox. Patrick Spadin aus Schiers wurde mit Norin im ersten Parcours Zweiter und im zweiten Dritter, Sarah Willi mit Carmèlia 6/4 von neun Teilnehmenden.  Der Wettbewerb zeigte, Holzrücken braucht ein trittsicheres Pferd eine ruhige Führungsperson, ein tiefes Vertrauen zwischen Pferd und Person und von beiden höchste Konzentration trotz allen Ablenkungen durch Zuschauende und Pferde in der Umgebung. Die Organisatoren der Pferdezuchtgenossenschaft freuen sich, dass so viele, auch junge Männer und Frauen, sich an den Start wagen. Die Rangliste zeigt, dass auch unsere Leute mit den teils selbst gezüchteten Tieren gute Resultate erreichen können. Herzliche Gratulation allen! Die interessierten Gäste und die Teilnehmenden wurden vom Platzwartehepaar, Elisabeth und Hans-Peter Müller aus Küblis mit Unterstützung von Genossenschaftsmitgliedern vielseitig ausgezeichnet verköstigt.

Jöri Willi, Pusserein, mit Serenade.  Bild: M. Wittwer
Valentin Luzi