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Seewis
02.07.2022
02.07.2022 12:49 Uhr

Gemeinde setzt auf Erschliessung

Bild: Christian Imhof
Am 23. Juni 2022 lud Seewis zur Gemeindeversammlung ein. Dabei kamen die Jahresrechnung des Schulverbandes Grüsch/Seewis, die Jahresrechnung der Gemeinde sowie zwei Infrastrukturkredite vor die Stimmbürger:innen.

Bei Gesamtausgaben von 4 994 527 Franken und nach Abzug der Kantonsbeiträge sowie Berücksichtigung von Rückerstattungen Dritter verbleiben zu Lasten der Verbandsgemeinden des Schulverbands Grüsch/Seewis 4 295 337 Franken. Davon hat die Gemeinde Seewis einen Kostenanteil von 1 674 752 Franken zu tragen. Ebenfalls genehmigt wurde die Jahresrechnung 2021 der Gemeinde. Die laufende Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 111 124 Franken. Die von der Gemeinde getätigten Nettoinvestitionen belaufen sich auf 620 651 Franken.

Zwei Kredite gesprochen

Die Gemeinde Seewis stellt im Rahmen des forstlichen Sammelprojekts Instandstellung Erschliessung SIE 2022 einen weiteren Abschnitt des Alpwegs instand. Im Gebiet «Dräckloch» ist talseitig eine grosse Rutschung vorhanden, welche im 2021 mit Sofortmassnahmen gestoppt und nun mit weiteren Massnahmen (Holzkasten etc.) weiter stabilisiert werden soll. Im Strassenabschnitt zwischen Dreckloch und Pudenal wird ein Holzkasten erneuert und die dort auftretenden Sackungen massgeblich ausgebessert. In einer weiteren Etappe ab 2023 soll dann eine weitere Sanierungsetappe auf dem Wegstück «­Scheidwege–Cani» erneuert werden. Bund und Kanton haben für das Projekt Beiträge in Aussicht gestellt. Die Stimmberechtigten haben einem Bruttokredit von 350 000 Franken für die Instandstellungsmassnahmen und Sicherungsmassnahmen zugestimmt. Ebenfalls 125 000 Franken Bruttokredit wurden für die Instandsetzung der Lawinenverbauungen Murstock und Freschidiel sowie Hang- und Bachverbauung Zuzischana–Cavadürli gesprochen.

Bauten aus den 80ern

Die in den 1980er-Jahren in den Anfängen der «Ankeranwendung» erstellten Lawinenverbauungen Murstock und Freschidiel müssen infolge von entstandenen Schäden saniert werden. Um die Anforderungen bezüglich Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit wieder vollumfänglich erfüllen zu können, erfordert die Situation zwingend eine Instandstellung der Schäden. Die im Jahr 1981 erstellte Hang- und Bachverbauung Zuzischana–Cavadürli, die den Alpweg und die Gebäude in diesem Gebiet entwässern und gegen starkes Abrutschen sichern, weist schwerwiegende Mängel auf. Ein geordnetes Wegführen des gesammelten Wassers ist nicht mehr gewährleistet. Um die Anforderungen bezüglich Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit wieder vollumfänglich erfüllen zu können, erfordert die Situation eine Instandstellung der Mängel. Bund und Kanton haben für die Sanierungsprojekte Subventionen in Aussicht gestellt.

Christian Imhof