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Klosters - Saas i.P. - Serneus
10.08.2022
10.08.2022 08:07 Uhr

Rolf Rauber hört auf

Rolf Rauber im Frühjahr 22.
Rolf Rauber im Frühjahr 22. Bild: Christian Imhof
Mit dem Weihnachtsoratorium endet die Ära Rolf ­Rauber mit dem Festtagschor Prättigau. Es wurde bereits früher erwähnt: Das Weihnachtsoratorium «Friede auf Erden» von Peter Roth, welches der Festtagschor Mitte Dezember 2022 in den ­Kirchen Jenaz, in der Marienkirche Davos-Platz und in der kath. Kirche Klosters in Originalausführung zur ­Wiedergabe bringen wird, ist gleichzeitig das letzte kon­zertante Projekt des jahrzehntelangen Chorleiters Rolf Rauber. Er tritt altershalber zurück.

Rauber hatte im Jahre 1969 den Kirchenchor Saas gegründet; aus diesem renommierten Dorfverein entstand später einmal der grosse Projektchor Mittelprättigau mit über 100 Sänger:innen, aus welchem Jahre später schliesslich der Festtagschor Prättigau hervorging. Über die lange Zeit entstanden unzählige grosse Chorprojekte, Werke von Schubert, Haydn, Bach, Buxtehude etc. prägten die Chorjahre. Die barocke «Matthäus-­Passion» von Johann Valentin Meder, die «Grosse Friedensmesse» von Gotthilf Fischer, später die Werke von Peter Roth, die «Toggenburger Kirchenmusik», die «Toggenburger Passion» oder die unvergessliche «Glashütter Passion» aus dem 16. Jahrhundert sind bleibende Erinnerungen an das Wirken des Festtagschors Prättigau. Mit dem Weihnachtsoratorium von Peter Roth will Rolf Rauber einen letzten grossen Akzent setzen. Ohne je daran gedacht zu haben, dass das im Jahre 2019 komponierte Werk mit seinen tiefgründigen Texten dereinst in einer Zeit naher Kriegsbedrohung erklingen würde, möchte der Chorleiter noch einmal die ganze Bandbreite der über so viele Jahre gesungenen Chor-Literatur, von der tiefgründigen geistlichen Musik bis hin zur fröhlichen Volkstümlichkeit, aufleben lassen. Peter Roth ist dafür die geeignete Basis; die mitwirkenden Gesangssolisten sowie Instrumentalisten von der Appenzeller Streichmusik bis hin zum Bläserensemble bürgen dabei für ein leuchtendes Erlebnis – und damit dann gleichzeitig für eine hoffentlich nie ganz verblassende Erinnerung an die wunderschönen und glücklichen Zeiten der erwähnten Chorvereinigungen. Rauber, der im Prättigau viele Spuren hinterlassen hat, möchte laut Meldung allen danken, die je einmal in so einem Chorverband mitgewirkt haben.

Pressedienst