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Mayer fordert Ehammer nun doch heraus

Kevin Mayer, der Weltmeister von Eugene, nimmt nun doch auch in München Anlauf. Einer seiner härtesten Konkurrenten ist Simon Ehammer.
Kevin Mayer, der Weltmeister von Eugene, nimmt nun doch auch in München Anlauf. Einer seiner härtesten Konkurrenten ist Simon Ehammer. Bild: KEYSTONE/EPA/Robert Ghement
Leichtathletik – Der Zehnkämpfer Simon Ehammer muss im Kampf um die Medaillen nun doch gegen den Weltbesten antreten. Der Franzose Kevin Mayer wird am Montagmorgen an der EM in München starten.

"Ich bin doch etwas erstaunt, dass Kevin hier ist", gesteht Ehammers Coach Karl Wyler. Der Franzose sei kein Vielstarter und drei Wochen nach der WM in Eugene samt Jetlag sicher nicht in bester Verfassung. Dies bestätigt der Weltmeister und Weltrekordhalter auch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur afp. Wenn es nur den geringsten Schmerz gebe und das Risiko bestehe, sich für die Zukunft etwas zu verbauen, dann steige er aus, sagt Mayer.

Ehammer hingegen geht so fit wie noch nie an den Start. Die vom Athleten im SRF-Interview gemachte Aussage bestätigt Wyler. "Wenn Sie mich fragen, ob Simon 8500 Punkte schaffen kann, antworte ich mit einem klaren Ja", formuliert der Ostschweizer das Potenzial des 22-jährigen Appenzellers. In den bislang zwei Zehnkämpfen dieser Saison in Ratingen und Götzis hatte Ehammer den Schweizer Rekord jeweils gebrochen und auf 8377 Punkte angehoben.

An der WM in Eugene hatte Ehammer mit Gewinn der Bronzemedaille im Weitsprung einen Coup gelandet und zudem im Vergleich zu den in den USA gestarteten Zehnkämpfern eine Woche mehr Erholung herausgeholt. "Dies müsste hier von Vorteil sein", sagt Wyler.

Keystone-SDA