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14.08.2022

Abschied aus der römischen Arena

Das Musikfestival Rock Oz'Arènes verabschiedet sich von der historischen Spielstätte im römischen Amphitheater von Avenches VD. Die Anlage muss renoviert werden.
Das Musikfestival Rock Oz'Arènes verabschiedet sich von der historischen Spielstätte im römischen Amphitheater von Avenches VD. Die Anlage muss renoviert werden. Bild: Rock Oz'Arènes
Musikfestival – 35'000 Musikbegeisterte haben seit Mittwoch die 30. und vorerst letzte Ausgabe des Rock Oz'Arènes in der römischen Arena von Avenches VD besucht. Das Musikfestival kehrte nach zwei Jahren Pandemie zu seinem gewohnten Format zurück.

Die Bauarbeiten an der römischen Arena werden mindestens fünf Jahre dauern. Für diese Zeit wird das Rock Oz'Arènes an einen neuen Ort umziehen. Dieser soll frühestens im September bekannt gegeben werden.

Wie die Organisatoren am Sonntag mitteilten, sind mehrere Projekte im Gespräch und warten auf eine Genehmigung. Bis 2028 entsteht in Avenches ein neues römisches Museum. Der Kanton Waadt rechnet mit Gesamtkosten von rund 75 Millionen Franken.

Die 30. Ausgabe des Festivals musste kurzfristig die Absage der Band Placebo kompensieren. Innerhalb von 48 Stunden konnten die Organisatoren das Engagement von Michael Patrick Kelly bekannt geben.

Kelly statt Placebo

Der irische Künstler richtete sich gemäss Mitteilung mit folgenden Worten ans Publikum: "Danke, dass ich hier sein darf, ich weiss, dass einige Leute auf Placebo gewartet haben, aber ich kann keinen anderen Künstler ersetzen. Ich komme mit meiner eigenen Musik und meiner eigenen Geschichte und ich werde alles geben, damit es aussergewöhnlich wird".

Wie die Organisatoren schreiben, brauchte er dann auch nur wenige Töne, um das Publikum zu fesseln. Die bis auf den letzten Platz gefüllte Arena sei anderthalb Stunden lang hypnotisiert gewesen.

Insgesamt blieb das Festival seinem Konzept treu: Rockmusik traf auf Pop, Rap, französisches Chanson und Elektro. Placebo, Status Quo, Robin Schulz, Louane oder Gims standen auf dem Programm.

Der Abschlussabend am Sonntag war ausschliesslich Schweizer Künstlerinnen und Künstlern gewidmet, darunter Stephan Eicher, Gjon's Tears und Komiker Yann Lambiel. Das ist eine Reminiszenz an den ersten Tag des Festivals im Jahr 1992. Auch dieser war zu hundert Prozent schweizerisch.

Keystone-SDA