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28.09.2022

Andi Imhof überraschte sich mit Abschiedstitel

Mit einem Sieg in Zizers beendete Andi Imhof seine Karriere.
Mit einem Sieg in Zizers beendete Andi Imhof seine Karriere. Bild: zVg
In seiner letzten Saison als Nationalturner lief es für den Altmeister und Titelverteidiger Andi Imhof nicht mehr so gut. Doch in Zizers an der Schweizermeisterschaft liess der Urner in seinem allerletzten Nationalturnwettkampf nochmals seine Vielseitigkeit aufblitzen und holte den SM-Titel.

Rund 300 Athleten in den verschiedenen Alterskategorien, davon rund ein Dutzend Mädchen, zeigten auf den ausgezeichneten, kompakten Wettkampfanlagen in Zizers vielseitigen und hochstehenden Nationalturnsport. In der höchsten Kategorie A war damit zu rechnen, dass vor allem die Saisonsieger Marco Lussi (Ennetbürgen), Roman Zurfluh (Aristau), This Kolb (Märstetten) und Andi Imhof (Bürglen) um den Tagessieg mitreden würden. Während Lussi in den Vornoten schon entscheidend Punkte einbüsste, etablierte sich der Ringer-Schwinger Roman Zurfluh an der Spitze der Zwischenrangliste. Kolb lag einen Punkt, aber Andi Imhof (Bürglen UR) auch nur 1,4 Punkte zurück. Mit einem Sieg im Ringen gegen den leichtgewichtigen Neo-Bündner Lukas Roth aus Grüsch machte Imhof Boden gut. Im nächsten Umgang Schwingen siegte der junge Luzerner David Wüest gegen den jungen Thurgauer Yves Müllhaupt und übernahm knapp die Führung vor Zurfluh, Kolb, Aron Kiser (Märstetten), Imhof und Michael Leuenberger (Sigriswil). In der vorletzten Runde mit Ringen setzten sich dann sowohl der für die Nationalturnriege Aristau AG kämpfende Zurfluh (gegen Kiser) als auch Imhof (gegen den zähen Thurgauer Robin Straub) durch und qualifizierten sich damit für den Schlussgang.

Andi Imhof mit Biss

In diesem «Urner» Duell (Zurfluhs Vorfahren kommen aus dem Kanton Uri) wogte der Kampf recht lang hin und her. Weil Zurfluh wusste, dass ein Remis für den Sieg reichen würde, verhielt er sich entsprechend defensiv. Als schon alle mit einem gestellten Schlussgang rechneten, explodierte Imhof aber förmlich. Mit letzter Energie gelang es ihm, seinen starken Gegner zu Boden zu sprengen und schliesslich zum gültigen Resultat zu überdrücken. Somit holte sich der 38-jährige Bürgler mit 94,3 Punkten zum Abschluss seiner so erfolgreichen Laufbahn nochmals den Schweizermeistertitel. Zurfluh klassierte sich schliesslich mit 1,1 Punkten Rückstand im 2. Rang, während der 21-jährige Luzerner Samuel Schwyzer (Grosswangen) mit einer abschliessenden Maximalnote 10 gegen den Berner Pedro Lanz (Vinelz) den Bronzerang ergatterte. Die Zuschauer kamen aber auch in den anderen Kategorien in den Genuss interessanter und spannender Wettkämpfe.

Geri Haussener