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08.10.2022
06.10.2022 13:28 Uhr

Adler von Adelboden krallte sich Titel

Chrigel Maurer siegte in Fanas vor den wesentlich jüngeren Mitstreitern Noé Court und Basile Marclay.
Chrigel Maurer siegte in Fanas vor den wesentlich jüngeren Mitstreitern Noé Court und Basile Marclay. Bild: M. Schnell
An der Schweizermeisterschaft Hike & Fly vom letzten Wochenende in Fanas siegte erwartungsgemäss Topfavorit Chrigel Maurer, der «Adler von Adelboden». Zwei Prättigauern gelang eine Top-Ten-Klassierung.

Trotz schwieriger Witterungsbedingungen entschieden sich die Organisatoren, die Schweizermeisterschaft Hike & Fly am letzten Wochenende in Fanas durchzuführen. Die Tasks (Flugaufgaben) wurden dem Wetter entsprechend angepasst und auf das Vorderprättigau beschränkt. So galt es für die gut 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eine möglichst clevere Taktik zu entwickeln, um verschiedene Punkte im Raum Sassauna, Stels und Furna anzufliegen und dabei möglichst wenig zu laufen. Nebel und Regen machten diese Aufgabe nicht einfacher.

Topfavorit siegte

Alter schützt vor Siegen nicht: Am besten meisterte die beiden Tasks am Ende Chrigel Maurer aus Adelboden. Der siebenfache X-Alps-Sieger liess auch im Prättigau nichts anbrennen und sicherte sich dank einer Mischung von guter Kondition und taktischer Flugplanung den Schweizermeistertitel. Der 40-jährige «Adler von Adelboden» verwies damit seine wesentlich jüngere Konkurrenz auf die hinteren Plätze beziehungsweise die beiden Westschweizer Noé Court und Basile Marclay auf die Ränge zwei und drei. Bei den Frauen siegte Paola Cavalli vor Linda Hoch und Viera Schwery.

Starke Prättigauer

Ein gutes Ergebnis erzielten auch die Lokalmatadoren Silas Mathis aus Buchen auf dem 7., Aaron Mathis aus Buchen auf dem 10. und Luzi Schoch aus Pany auf dem 11. Schlussrang. Silas hatte an der letztjährigen Schweizermeisterschaft in Unteriberg bereits mit einem 3. Rang auf sich aufmerksam gemacht. Gegenüber dem P&H bedauerte er, dass die Flugaufgaben wettermässig sozusagen auf Gleitflüge reduziert werden mussten und am Ende mehr die Kondition statt das Flugkönnen zählte:

«Berglaufen ist nicht meine Stärke; lieber wären mir deshalb anspruchsvollere Tasks gewesen.»

Zufriedenes OK

OK-Präsident Peter Kobler (Gleitschirmclub Grischa) zeigte sich mit dem Anlass zufrieden. «Es gibt zwar noch das eine oder andere Optimierungspotenzial, aber angesichts der schwierigen Witterungsbedingungen haben wir aus dem Anlass wohl das Beste herausgeholt. Das wurde uns auch von den Teilnehmern so bestätigt.» Im Rahmen der Rangverkündigung stellte er zudem in Aussicht, auch die Schweizermeisterschaft 2023 nochmals im Prättigau durchzuführen – dann hoffentlich bei besserem Flugwetter.

  • Bild: M. Schnell
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  • Schwierige Witterungsbedingungen: Start zum ersten Task auf Cania in Fanas. Bild: M. Schnell
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Marco Schnell