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14.10.2022

«Kap Ocean» gewinnt GP des Cross-Clubs Maienfeld

Ivan Cherchi im Sattel von «Kap Ocean» triumphierte am  GP des Cross-Clubs Maienfeld.
Ivan Cherchi im Sattel von «Kap Ocean» triumphierte am GP des Cross-Clubs Maienfeld. Bild: zVg
Auch der zweite Renntag auf dem Maienfelder Rossriet war ein voller Erfolg. Im Hauptrennen, dem mit 20 000 Franken dotierten Grossen Preis des Cross-Clubs Maienfeld, siegte Ivan Cherchi auf Kap Ocean. OK-Präsident Ruedi Niederer zog eine positive Bilanz: «Toll. Wieder ein Renntag mit einer hervorragenden Stimmung und begeistertem Publikum. Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen.» Grossen Anteil am Erfolg der beiden Renntage hatten sicherlich auch die rund 200 freiwilligen Helfer, die bei den beiden Anlässen im Einsatz waren.

Bei kühlen Temperaturen startete am Sonntagvormittag das erste Ponyrennen. Es war noch kühl auf dem Maienfelder Rossriet, der wolkenverhangene und graue Himmel begleitete stimmungsvolle Rennen durch den Tag. Die jugendlichen Starter boten einen tollen Auftakt. Alle Jugendlichen im Alter zwischen acht und 16 Jahren nehmen übrigens an einem Trainingscamp (für die Zulassung) teil. Neben der Praxis steht dabei auch die Theorie auf dem Programm. Sie absolvieren rund zehn Renntage im Jahr und bilden so einen hoffnungsvollen Nachwuchs der Rennszene. Die Kleinen zeigten sich auf dem Rossriet ganz gross. In zwei spannenden Rennen kämpften sie um den Sieg.

5200 Zuschauer kamen aufs Rossriet

Insgesamt waren am zweiten Rennsonntag 5200 Zuschauer gekommen, um die Rennen zu verfolgen. Das Publikum genoss den traditionellen Anlass sichtlich zufrieden und wartete gespannt auf das erste Flachrennen über 2650 Meter um den Preis der Bündner Herrschaft, dotiert mit 8000 Franken. Es war ein schnelles Feld auf etwas glitschigem Boden. Schlussendlich war es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Finish, bei dem Sally Langhard auf «Jascarpone» und Clément Lheureux auf «Pontero» einen Dopplelsieg für ihren Rennstall verbuchen konnten.

Im zweiten Rennen des Tages, einem Trabrennen über 2450 Meter um den Preis des Casinos Bad Ragaz, sicherte sich John Seydoux mit «Gorki Brio» den Sieg. Dem Flachrennen über 2100 Meter um den Preis des Kantons Graubünden, dotiert mit 10 000 Franken, ging ein etwas heftiger Regenschauer voraus. Clément Lheureux auf «Vallee des Fleurs» ritt in diesem Rennen zum Sieg. Aber auch Sally Langhard, die in diesem Jahr erstmals auf der Rennbahn – nach ihren ersten Erfahrungen mit den Ponyrennen – anzutreffen war, überzeugte.

Nach der Mittagspause stand das Jagdrennen um den Preis der Gemeinde Bad Ragaz über 3850 Meter auf dem Rennprogramm. Michael Huber auf «Eleganza» sicherte sich den Sieg. Das Feld mit nur vier Startern zeigte sich vom Start weg mutig. Trotz des anhaltenden Regens und der nassen Naturrennbahn in Maienfeld machten sie nach dem viertletzten Hindernis Tempo und es entwickelte sich eine spannende Schlussphase.

Anschliessend ging es in einem Flachrennen um den mit 14 000 Franken dotierten Preis von 65 Jahre Christian Lampert & Domenig Immobilien über eine Distanz von 2650 Metern. «Sir Vulcano» mit Clément Lheureux liess es zunächst krachen und führte das Feld bis zum Schluss an. Auf der Zielgeraden wurde er dann noch von «Singledon» mit Tim Bürgin im Sattel übertrumpft.

Im Trabrennen über 2450 Meter um den Preis der Heidiland Trophy war John Seydoux im Sulky mit «Clarck Sotho» nicht zu bezwingen. Er sicherte sich den Sieg. Nach einem Fehlstart trabte das Feld in zügigem Tempo über die inzwischen etwas weiche Rennbahn. Heiner Bracher mit «Be Coold’Eb» und Oliveira V. Nunes mit «Elattori» wurden disqualifiziert, weil die Pferde in der Zielgeraden in den Galopp verfallen waren.

Was für ein Jagdrennen über 4200 Meter um den Grossen Preis der Graubündner Kantonalbank. «Baraclaas» führte das Feld in zügigem Tempo an, bis «Feux de Bois» bei den letzten Sprüngen angriff. Auf der Zielgeraden gab «Feux de Bois» noch einmal richtig Gas und holte sich den mit 15 000 Franken dotierten Sieg vor «Baraclaas».

Im Preis des Ostschweizer Traberclubs und Champagner Laurent-Perrier SA Nyon schien «Kiss Forever H.C.» bereits wie der sichere Sieger. Er führte das Feld bis zum Schlussbogen an, aus dem Feld kam kein richtiger Druck. Urplötzlich griff aber gegen Ende «Diva du Fossé», geritten von Silvan Krüsi, an und holte sich den Sieg.

Hochspanung bis zum Schluss

Im letzten Rennen des Tages ging es beim Grossen Preis des Cross-Clubs Maienfeld um eine Siegprämie von 20 000 Franken. 4800 Meter waren für die Starter zu bewältigen und einmal mehr wurde es auf dem Rossriet spannend. Das Publikum erlebte beim Finish grosses Kino, der Sieg ging an Ivan Cherchi mit «Kap Ocean». «Contre Tous» schied leider beim Hindernis im Jeninserbogen aus, es verweigerte den Sprung. Der Sturz von Michael Huber mit «Galant du Chenet» blieb ohne Folgen. Pferd und Reiter blieben unverletzt. Trotz des teilweise heftigen Regens herrschte eine sehr gute Stimmung. Weniger Besucher bedeuten weniger Einnahmen bei den Wetten, in der Gastronomie, beim Eintritt. Der Wettumsatz belief sich trotzdem auf hervorragende 77 702 Franken.

Eine positive Bilanz zog trotz der Niederschläge Hansjörg Good, Verantwortlicher für die Foodmeile. «Mein Team mit rund 80 Mitarbeitenden war immer voll motiviert und die Gäste wärmten sich unter anderem mit dem Rennburger im Festzelt auf und waren sehr gut gelaunt.» Einen regelrechten Ansturm habe es seinen Worten zufolge auch beim Zigeunerspiess gegeben, und die Süssigkeiten am Marktstand liessen zahlreiche Kinderaugen leuchten. «Trotz des Wetters gingen sogar einige Softeis über den Ladentisch», so Hansjörg Good.

Niederer und Zindel hören auf

Und OK-Präsident Ruedi Niederer war nach dem Renntag dankbar, dass die Rennen an beiden Sonntagen unfallfrei über die Bühne gehen konnten. «Ich möchte allen Beteiligten für den Einsatz danken, der während der letzten Monate geleistet wurde. Alle haben auf diesen besonderen Anlass auf dem Rossriet hingearbeitet, um die Rennen möglich zu machen.» Der Rennverein bedauert den angekündigten Rücktritt des langjährigen OK-Präsidenten Ruedi Niederer und des Rennbahnchefs Alfons Zindel.

Pressedienst