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Mitarbeiter des Werkbetriebes in Aktion

Einen Ort das gewisse Etwas ausstrahlen zu lassen, ist mit viel Arbeit verbunden. Auch die Werkgruppe Klosters- Serneus steuert einen erheblichen Beitrag dazu bei. Im Spätherbst und anfangs Winter werden die Mitarbeiter speziell gefordert.

P&H sprach mit Werner Putzi, Chef Werkbetrieb Bauamt Gemeinde Klosters-Serneus, über die Vorbereitungsarbeiten für die Wintermonate. Ab dem ersten Advent erfreut die Winterbeleuchtung die Einheimischen und die Gäste. Bis es so weit ist, stehen neun Werkgruppenmitarbeiter eine ganze Woche im Einsatz. Das schöne und warme «Martiniwetter» erleichtert die Arbeiten. Eine Gruppe ist damit beschäftigt, mit einer Hebebühne die verschiedenen Beleuchtungskörper an den Kandelabern zu befestigen. Sie kontrollieren ebenfalls die Bäume am Bahnhofplatz die teilweise wegen des Wachstumes oder abgebrochener Äste neu mit Lichterketten eingewickelt werden müssen. Die zweite Gruppe widmet sich dem Schmücken der Christbäume. Dazu gehören sechs zehn bis fünfundzwanzig Meter hohe Rottannen. Ein Mitarbeiter steigt auf den Baum und befestigt die acht bis neun Girlandenstränge. Im Gemeindegebiet werden zudem vier Rottannen gefällt. Diese dürfen eine gewisse Höhe und Breite nicht überschreiten, damit sie gesetzeskonform mit dem LKW transportiert werden können. Der Baum wird abgelegt und mit Lichterketten geschmückt. Anschliessend wird die Tanne mit dem Lastwagen und Kran am definitiven Standort aufgestellt und befestigt.

An alles gedacht

«Bevor der Winter Einzug hält, sind viele Arbeiten zu erledigen», so Putzi. «Schneepfosten wurden entlang der Gemeindestrassen gesteckt. Weitere Pfosten werden für die verschiedenen Winteraktivitäten in den Boden gerammt. 27 Loipenkilometer und 45 Kilometer Winterwanderwege werden noch ausgesteckt und beschildert. Vorgesehen ist auch eine Markierung für Schneeschuhläufer. Schlittelwege müssen signalisiert und gefährliche Stellen gesichert werden. Auch für die Reiter sind spezielle Routen gekennzeichnet. Alle Signalisationen sind farblich verschieden bemalt und entflechten die verschiedenen Interessen», erläutert der Chef Werkbetrieb. Die Vorbereitungen würden auch das Ablegen von Zäunen, das Öffnen von «Türli» und das Bauen und Unterhalten von Brücken, sowie bauliche Unterhaltsarbeiten entlang der Loipen beinhalten. Zudem sei das Langlaufteam an den Vorbereitungen für die Beschneiung. Sobald es die drei Faktoren Luftfeuchtigkeit, Aussentemperatur und Wassertemperatur erlauben würden, werde mit dem Beschneien begonnen. Ebenfalls werde diese Woche der Skilift Motta in Serneus aufgestellt. «Auf den Wanderwegen wird nach Möglichkeit bereits das Laub entfernt, damit dies nicht im Frühling, wenn die Blätter durchnässt, klebrig und schwer sind, erledigt werden muss. Wir wintern Themenwege ein und zurzeit fährt täglich eine Putzmaschiene, um die Strassen von Laub und Mist zu reinigen», erläutert Putzi. Der Unterhalt der Hängebrücken falle ebenfalls in ihren Arbeitsbereich. Im Winter sollten die Hängebrücken aus Sicherheitsgründen aber nicht begangen werden. Neben all den Wintervorbereitungen würden die Ganzjahresaufgaben pararell dazu weiterlaufen, was für sein Team ein grosses Arbeitspensum bedeute. Weil in diesem Jahr weniger Veranstaltungen stattfanden, konnten viele Pendenzen erledigt werden, unter anderem wurden Bänke repariert und eine Vielzahl hergestellt, sowie Markierungspfosten neu bemalt. Coronabedingt hat Werner Putzi seine Mitarbeiter in zwei Gruppen aufgeteilt, die um eine Viertelstunde zeitverschoben mit der Arbeit beginnen oder diese beenden. Ein Mechaniker arbeitet alleine in der Werkstatt und ist mit dem Umrüsten der Fahrzeuge auf den Winterbetrieb, Revisionen und Reparaturen beschäftigt. Putzi hat für jede Maschine einen Ersatzfahrer organisiert, dass bei einem quarantäne-bedingten Ausfall seiner Leute die Schneeräumung und der Loipenunterhalt gesichert sind.

cgk