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08.12.2020
08.12.2020 14:59 Uhr

Wiederaufnahme Spielbetrieb NLA

Bild: zVg
Mitte November hat die Taskforce von swiss unihockey entschieden, den Spielbetrieb in der NLA Anfang Januar wieder aufzunehmen. Damals verdoppelten sich die Fallzahlen von Woche zu Woche, weshalb man sich für eine Wiederaufnahme nach dem Jahreswechsel aussprach. Die höchste Liga im Schweizer Unihockey wird von den Behörden als semiprofessionelle Liga eingestuft, weshalb Wettkämpfe und Trainings erlaubt sind.

In der Zwischenzeit hat sich die Situation in der Schweiz stabilisiert: «Die Fallzahlen zeigen eine stagnierende bzw. leicht sinkende Tendenz und die Mehrheit der Spielerinnen und Spieler sowie der NLA-Vereine sind bereit, wieder zu spielen», sagt Daniel Bareiss, Zentralpräsident von swiss unihockey. «Es ist wichtig, dass sie wieder eine Perspektive haben, entsprechend planen können und die Motivation nicht verloren geht.» Deshalb hat die Taskforce an der Sitzung vom Mittwochabend unter Einbezug der Vereine entschieden, die Vorrunde der Qualifikation bei den Männern und Frauen am Wochenende vom 9./10. Januar 2021 fortzusetzen. Nach der Vorrunde kommt es dann zu keiner Rückrunde, sondern zu einer Master Round bzw. Challenge Round. Dieser Modus ermöglicht den Teams zusätzliche entscheidende Spiele nach der Vorrunde und vor den Playoffs. Eine komplette Rückrunde hätte nicht mehr im Spielplan untergebracht werden können.

So funktioniert die Master Round und Challenge Round

Für die Master Round und Challenge Round gilt die Tabelle nach der Vorrunde als Basis und die erspielten Punkte werden mitgenommen. Bei den Männern sind die Teams, die nach der Vorrunde die Ränge 1-6 in der Tabelle belegen, für die Playoffs qualifiziert und sie spielen in der Master Round um das Heim- und Wahlrecht. Jedes Team spielt je einmal gegeneinander und wer dann am Ende die Plätze 1-4 in der Tabelle belegt, sichert sich das Heimrecht. Die Teams auf den Rängen 7-12 nach der Vorrunde spielen in der Challenge Round um die Qualifikation für die Playoffs. Auch sie bestreiten je ein Spiel gegeneinander. Die Teams auf den Rängen eins und zwei der Challenge Round qualifizieren sich für die Playoffs, während die anderen vier Teams die Playouts bestreiten. Bei den Frauen nehmen die Teams auf den Rängen 1-5 nach der Vorrunde an der Master Round teil. Die Teams auf den Rängen 6-10 spielen die Challenge Round. Wer am Schluss auf den Rängen 1-3 der Challenge Round platziert ist, qualifiziert sich für die Playoffs, die anderen zwei Teams bestreiten die Playouts. Wann und wie es nach der Qualifikation mit den Playoffs/Playouts weitergeht, wurde noch nicht festgelegt und hängt von der epidemiologischen Entwicklung in den nächsten Wochen ab.

Vorbereitungen laufen auch für Wiederaufnahme in anderen Ligen

Für alle Ligen, die nicht als semiprofessionell eingestuft wurden, wird die Situation intensiv beobachtet und swiss unihockey steht in engem Kontakt mit den Behörden. Momentan verbietet der Bundesrat auf unbefristete Zeit Wettkämpfe im Amateurbereich. Nur Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr dürfen aktuell uneingeschränkt trainieren, sofern dies durch den Kanton erlaubt ist. Für alle anderen sind nur Einzeltrainings oder Techniktraining ohne Körperkontakt erlaubt.

Für swiss unihockey steht im Zentrum, dass der Spielbetrieb der Saison 2020/21 auch für alle anderen Ligen und Spielformen wieder aufgenommen werden kann. In den letzten Wochen wurden hierzu Szenarien erarbeitet, wie der Spielbetrieb aussehen kann, wenn der Bund und die Kantone es erlauben. Diese werden konkretisiert, sobald neue Erkenntnisse von Seiten Bundesrat vorliegen.

Zudem laufen für die höchsten Nachwuchsstufen Abklärungen mit Swiss Olympic und dem BASPO, ob die U21 A der Frauen und Männer auch als semiprofessionelle Ligen eingestuft werden können. Wenn dies der Fall sein sollte, könnten sie ebenfalls bereits im Januar mit der Meisterschaft fortfahren. Diesbezüglich wird nächste Woche ein Entscheid erwartet. Ebenso wird abgeklärt, ob die NLB Frauen und Männer früher als die restlichen Ligen starten können. Bei neuen Erkenntnissen wird so rasch wie möglich kommuniziert.

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