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Klosters-Serneus als Energiestadt bestätigt

Der Trägerverein Energiestadt hat Klosters-Serneus zum dritten Mal als Energiestadt zertifiziert. Das Label ist für die Gemeinde eine erstrebenswerte Herausforderung. Mit dem Bau der neuen Schulanlage «Am Hang» in Klosters Platz konnte die Energiestadt ein wegweisendes Bauprojekt realisieren.

Klosters Serneus ist stolz, sich weiterhin zu den über 400 Energiestädten der Schweiz zählen zu dürfen. Dank der harten Arbeit der letzten Jahre konnte die Re-Zertifizierung erreicht werden. Die Gemeinde erfüllte die Vergabekriterien mit 55.8 Prozent der realisierbaren Punktzahl. «Auch wenn die Punktzahl gegenüber 2016 leicht gesunken ist, bedeutet die Bestätigung des Labels uns sehr viel. Denn es garantiert für die Kontinuität bei der Umsetzung energie- und klimapolitischer Anliegen und ermöglicht der Gemeinde eine kontinuierliche Standortbestimmung. Das Label stärkt zudem die Attraktivität und Lebensqualität unserer Gemeinde und schont den Umgang mit natürlichen Ressourcen,» sagt Gemeindepräsident Kurt Steck.

Mit dem Bau der neuen Schulanlage konnte die Energiestadt Klosters-Serneus ein wegweisendes Projekt umsetzen. Das Schulgebäude lässt bezüglich Infrastruktur keine Wünsche offen. Grosse, helle Klassenzimmer mit modernster Einrichtung, Dreifachturnhalle, Werkräume für Holz und Metall, Schulküche, und eine Aula und sie alle werden über eine zentrale Holschnitzelheizung beheizt. Mit dem neuen Schulhaus konnten die Energiekennzahlen der Kategorie Schulen deutlich verbessert werden. Weil diese mit vier Objekten und einer Energiebezugsfläche von insgesamt 6600 m2 zu den grössten Energieverbrauchern der Gemeinde gehören, war dieses Vorhaben für die Zielerreichung der Energiestadt besonders wichtig. Denn bis 2030 möchte die Gemeinde bei ihren eigenen Liegenschaften den Anteil erneuerbarer Energie beim Stromverbrauch auf 100 Prozent und bei der Wärmeerzeugung (Raumwärme und Warmwasser) auf 75 Prozent steigern. Mit diesem neuen Wärmeverbund mit Heizzentrale in der neuen Schulanlage werden auch weitere Gemeindeliegenschaften und einzelne private Objekte energieeffizient und Co2-neutral mit Wärme versorgt.

Operativ begleitet werden die Aktivitäten der Gemeinde rund um das Thema Energiestadt durch die im März 2020 eingesetzte Energiekommission, der Fachleute und Vertreter aus den Bereichen Energieversorgung, Bau und Infrastruktur Gemeinde, kommunale Ver- und Entsorgung sowie der Gemeindeexekutive angehören.

Das Label «Energiestadt» wird durch den Trägerverein Energiestadt an Städte, Gemeinden und Regionen vergeben, die sich kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, den Klimaschutz, eine umweltverträgliche Mobilität und erneuerbare Energien engagieren. Sie werden dabei durch EnergieSchweiz unterstützt, dem Programm des Bundesrates zur Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energie mit freiwilligen Massnahmen.

pd