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Furna
23.01.2021

Fuchs frisst lebendes Kalb im Stall an

Bild: M. Schnell
In Furna ist vor Wochenfrist ein Fuchs in einen Mutterkuhstall eingedrungen und hat ein rund zehntägiges Kalb derart traktiert, dass der Bauer dieses erlösen musste.

Wie er gegenüber dem P&H berichtet, war das Kalb gesund zur Welt gekommen. Es habe später an Durchfall gelitten, ansonsten sei es munter gewesen, auch am Freitagabend noch, als er ihm vor dem Zubettgehen Medikamente und Tee verabreicht habe. Wie der Bauer weiter ausführt, beabsichtigte er, am da­rauffolgenden Tag den Veterinär aufzubieten. Wie er frühmorgens in den Stall gekommen sei, habe er das Jungtier schrecklich zugerichtet im Stallgang vorgefunden. «Das Kalb lebte zwar noch, aber im Hinterteil war ein grosses Loch herausgefressen. Es war so schwer verletzt, das ich sein Leiden nicht mitansehen konnte», so der Tierhalter, der nicht namentlich genannt sein möchte.

Der herbeigerufene Wildhüter habe aufgrund der Bisswunden bestätigt, dass ein Fuchs für die Verletzungen verantwortlich sei und diesem während der Nacht selbst abgepasst habe, jedoch erfolglos. Ein Jäger habe den mutmasslichen Missetäter in der Nacht darauf zur Strecke gebracht.

Bisher habe er geglaubt, dass die Mutterkühe und ihre Kälber im Stall vor Übergriffen sicher seien, so der geschädigte Bauer. «Selbst, als ich etwa einen Monat vor dem Vorfall einen jüngeren Fuchs im Stall überraschte, ging ich nicht davon aus, dass Derartiges passieren könnte.» Er werde künftig alles daran setzen, die Mutterkühe möglichst frühzeitig in einem Abkalbebereich zu separieren, wo diese ihren Nachwuchs besser schützen könnten.

H. Wyss