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28.01.2021

Regierungsmitteilung vom 28. Januar 2021

© Comet Photoshopping GmbH, Dieter Enz Bild: © Comet Photoshopping GmbH, Dieter Enz
Die Regierung fordert vom Bund geeignetere Instrumente für den Herdenschutz und gibt grünes Licht für die Ortsplanungsrevisionen der Gemeinden Klosters und Churwalden. Zudem genehmigt sie ein Projekt zur Strassenkorrektion der Oberalpstrasse.

Planung für den neuen Bahnhof Klosters Dorf genehmigt

Die Regierung genehmigt die von der Gemeinde Klosters am 27. September 2020 beschlossene Teilrevision der Ortsplanung «Bahnhof Klosters Dorf». Damit wird eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung des Um- respektive Ausbaus des Bahnhofs Klosters Dorf geschaffen. Der Bahnhofausbau macht es notwendig, dass die zwei bestehenden Übergänge «Bisträssli» und «Bahnhofstrasse» über die Gleise der Rhätischen Bahn (RhB) aufgehoben werden müssen. Sie werden durch eine neue Strassenunterführung ersetzt. Die Aufhebung der zwei bestehenden Übergänge sind auch deshalb unumgänglich, damit die auf der Bahnstrecke «Landquart ‑ Klosters Platz» zukünftig eingesetzten Züge mit einer Länge von bis zu 300 Metern auch im Bahnhof Klosters Dorf anhalten können. Die im Zusammenhang mit dem Umbauprojekt stehende Neukonzeption der Strassen-, Bus- und Fusswegführungen stellt zudem die gesetzlich geforderte Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Verkehr sicher.

Regierung fordert vom Bund geeignetere Instrumente für den Herdenschutz

Mit Zuversicht nimmt die Bündner Regierung zur Kenntnis, dass die Umweltkommissionen von National- und Ständerat zwei gleichlautende Motionen «Schweizer Wolfspopulation. Geregelte Koexistenz zwischen Menschen, Grossraubtieren und Nutztieren» verabschiedet haben. Sie werden voraussichtlich in der Frühjahrssession im eidgenössischen Parlament behandelt. Die beiden Motionen zielen darauf ab, den Herdenschutz zu stärken und die Regelungen zum Abschuss des Wolfes in bestimmten Fällen anzupassen. Mit den vorgeschlagenen Änderungen auf Verordnungsebene sollen damit auf der Basis des bestehenden Jagdgesetzes die Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Verbreitung des Wolfes in der Schweiz zu kontrollieren und das Nebeneinander von Mensch, Nutztieren und Grossraubtieren zu ermöglichen.
Die Konflikte zwischen dem Wolf und der landwirtschaftlichen Nutzung im Berggebiet, aber auch mit dem Sicherheitsbedürfnis der Bergbevölkerung und des Tourismus, haben ein nicht mehr tolerierbares Ausmass erreicht. Es braucht Lösungen, und zwar zeitlich dringend, da bereits im Mai 2021 die nächste Alpsaison beginnt. Vor diesem Hintergrund fordert die Regierung den Bundesrat und das zuständige Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit Nachdruck auf, dass im Falle einer Überweisung der Motionen der gesetzliche Spielraum maximal ausgenutzt wird. Damit sollen den betroffenen Kantonen zeitnah – rechtzeitig auf den Beginn der nächsten Alpsaison – geeignetere Instrumente zur Verstärkung des Herdenschutzes und insbesondere zur Regulation des Wolfs zur Verfügung stehen.

Bild: unsplash

Grünes Licht für «Zipline Pradaschier» in Churwalden

Die Regierung genehmigt die von der Gemeinde Churwalden am 30. Juni 2020 beschlossene Teilrevision der Ortsplanung. Damit werden die Voraussetzungen für die Realisierung einer Seilrutsche (Zipline) zwischen der Berg- und Talstation der Sesselbahn Churwalden-Pradaschier geschaffen. Die Zipline verläuft parallel zur Sesselbahn und soll das bestehende touristische Angebot des Erlebnisbergs Pradaschier ergänzen. Aufgrund der bereits zahlreichen bestehenden Infrastrukturen und dem parallelen Verlauf zur Sesselbahn verursacht das Vorhaben keine wesentlichen Auswirkungen auf das Landschaftsbild und es tangiert keine Schutzgebiete.

Bild: © Comet Photoshopping GmbH, Dieter Enz

Strassensanierung und Korrektion der Oberalpstrasse genehmigt

Die Oberalpstrasse entspricht im Strassenabschnitt zwischen Dieni und St. Brida auf einer Länge von circa 800 Metern nicht mehr den heutigen Standards, weswegen die Regierung ein Projekt zur Sanierung und Korrektion der Strasse genehmigt. Im Rahmen des Projekts sollen unter anderem die Linienführung angepasst, die heute teilweise einstreifige Fahrbahnbreite auf 6 Meter verbreitert sowie beidseitig Stützkonstruktionen erbaut werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 11 Millionen Franken.

pd