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03.03.2021

Microsoft flickt Sicherheitslücken

Der Microsoft-Konzern hat Teile seiner Software aktualisiert, weil Hacker offenbar auf E-Mail-Systeme zugreifen konnten. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/AP/Swayne B. Hall
Informationstechnologie – Microsoft hat Sicherheitslücken in seiner E-Mail-Software Exchange Server geschlossen. Diese waren mutmasslich von chinesischen Hackern genutzt worden.

Der Software-Konzern rief Kunden in der Nacht zum Mittwoch auf, schnell die bereitgestellten Sicherheitsupdates zu installieren. Die Hacker-Gruppe, die Microsoft "Hafnium" nennt, habe mit Hilfe von vier Schwachstellen vor allem Informationen in den USA abgreifen wollen, schrieb Microsoft in einem Blogeintrag.

Ziele seien unter anderem Forschungen zu Infektionskrankheiten sowie Hochschulen, Anwaltsfirmen und Unternehmen mit Verteidigungsaufträgen gewesen. Es habe sich um zielgerichtete Attacken gehandelt, und Microsoft habe keine Hinweise darauf, dass auch Privatkunden angegriffen worden seien.

Nutzung amerikanischer Infrastruktur

Betroffen sind laut Microsoft die Exchange-Server-Versionen 2013, 2016 und 2019. Exchange wird von vielen Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen als E-Mail-Plattform genutzt. Bei einer erfolgreichen Attacke über die Schwachstellen ist es möglich, Daten aus dem E-Mail-System zu erhalten. Microsoft wurde auf die Sicherheitslücken von IT-Sicherheitsforschern aufmerksam gemacht.

Die "Hafnium"-Gruppe agiert laut Microsoft von China aus - habe aber für die Attacken auf Infrastruktur in den USA zurückgegriffen.

Keystone-SDA