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16.03.2021

Davoser Regierung schnürt zweites Entlastungspaket für Unternehmen

Die Davoser Regierung will Betrieben, die vom Lockdown betroffen sind, einen Teil der Tourismusabgabe erlassen. Im Bild die "Ex Bar" am Tag der Schliessung am 4. Dezember 2020. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Der Davoser Regierung will der örtlichen Wirtschaft wegen der anhaltenden Einschränkungen durch Corona-Massnahmen erneut unter die Arme greifen. Das zweite Corona-Hilfspaket muss aber noch vom Gemeindeparlament, dem Grossen Landrat, bewilligt werden.

Die Regierung, der Kleine Landrat, will Betriebe und Selbständigerwerbende mit einem bedeutenden Rabatt auf die Tourismusförderungsabgabe (TFA) entlasten, wie sie am Montag mitteilte. Je nach der Betroffenheit der Firmen durch die Corona-Massnahmen soll dieser entweder 20 oder 80 Prozent betragen. Insgesamt werden die Betriebe damit um 1,2 Millionen Franken entlastet.

Für die fehlenden Einnahmen bei der TFA soll die Gemeinde aufkommen. Der Davoser Tourismus werde durch den Rabatt also keinen weiteren Schaden erleidet, hiess es.

Erneut Mieterlass geplant

Wie bereits im ersten Paket schlägt der Kleine Landrat dem Gemeindeparlament auch jetzt vor, bei Geschäftsliegenschaften in Gemeindebesitz die Mieten zu erlassen. Konkret soll auf drei Monatsmieten - von Januar bis März - verzichtet werden. Der Kleine Landrat versteht die Massnahme auch als expliziten Appell an Immobilienbesitzer, betroffenen Geschäftsmietern entgegenzukommen.

Das Gemeindeparlament wird das Unterstützungspaket der Regierung voraussichtlich Mitte April beraten.

Die aktuellen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hätten die Davoser Volkswirtschaft mitten in der Winterhochsaison schwer getroffen, schrieb die Exekutive. Viele Betriebe seien zudem schon vorher wegen Corona mit schwierigen Verhältnissen konfrontiert gewesen. Die Betriebsreserven seien vielerorts aufgezehrt.

Vilan24/Keystone-SDA