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Malans
24.03.2021

Souverän für Einführung der Urnenwahl

Südfassade des Escherhauses. Bild: zVg
Anlässlich der kommunalen Volksabstimmung vom Sonntag hat sich die Malanser Stimmbürgerschaft im Rahmen eines Grundsatzentscheides für die Einführung der Urnenwahl und Urnenabstimmungen ausgesprochen. Ein Nein gab es hingegen zum Ausländerstimmrecht.

Die Gemeinde Malans hat am Sonntag an der Urne über mehrere Sachgeschäfte befunden. Für die Sanierung und Umnutzung des Primarschulhauses Eschergut und einen diesbezüglichen Verpflichtungskredit in der Höhe von 3,3 Millionen Franken stimmten 600 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, 104 sprachen sich laut einer Mitteilung der Gemeinde dagegen aus. Das Escherhaus soll laut Botschaft zur Urnenabstimmung für schulische und schulergänzende Angebote umgenutzt und erweitert werden. Die ortsbaulich bedeutende Liegenschaft wurde bis anhin als Wohnhaus genutzt. Die energetische Sanierung erfolgt mittels Auftragens eines Dämmputzes von aussen. Die bestehenden Holzfenster werden durch neue Kreuzstöcke und Fenster ersetzt. Sämtliche Installationen, Elektro, Sanitär und Heizung, werden komplett erneuert. Die Heizung bleibt wie bis anhin an den gemeindeeigenen Wärmeverbund angeschlossen. Das Erscheinungsbild, der historische Charakter und die Struktur des bestehenden Escherhauses bleiben erhalten. Ein Zwischenbau mit dem neuen Haupteingang wird das Escherhaus mit dem Neubau verbinden. Baubeginn soll im kommenden Juli sein. Die Inbetriebnahme ist auf Anfang 2023 geplant.

Gegen Ausländerstimmrecht

Im Weitern wurden der Stimmbürgerschaft drei Grundsatz-Entscheide zur Gemeindeverfassung unterbreitet. Entgegen dem Antrag des Vorstandes, welcher die Beibehaltung der Wahlgemeindeversammlung bevorzugt hätte, sprach sich der Souverän mit 483:228 Stimmen für die Einführung der Urnenwahl aus. Dies bei einer Stimmbeteiligung von knapp 39,5 Prozent. Ebenso deutlich – mit 472:242 Stimmen – gaben die Stimmberechtigten der Einführung der Urnenabstimmung den Vorzug. Der Einführung des Stimmrechts für Ausländerinnen und Ausländer erteilten die Malanserinnen und Malanser mit 424 Nein- zu 292 Ja-Stimmen eine Absage. Der letzte Grundsatzentscheid betraf die Ablösung des heutigen Schulrates als vom Volk gewählte Behörde durch eine neu vom Gemeindevorstand gewählte Schulkommission. Das Ergebnis fiel mit 411:279 Stimmen zustimmend aus.

Die Gemeindeverfassung wird laut Botschaft nun basierend auf den gefällten Grundsatzentscheiden angepasst. Die Abstimmung über die definitive Version soll anlässlich der Gemeindeversammlung oder Urnenabstimmung im Mai dieses Jahres erfolgen. Auf die gefällten Grundsatzentscheide kann dannzumal nicht mehr zurückgekommen werden.

Vorstand komplett

Der letzte freie Sitz im Gemeindevorstand wird durch Paola Giovanoli Calcagno von der SP besetzt. Sie konnte im zweiten Wahlgang 442 Stimmen auf sich vereinen. Auf den parteilosen Nikolaus Schmid entfielen 213 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei gut 38 Prozent. Bereits im ersten Wahlgang vom 14. Februar waren für die Amtsperiode 2021 bis 2025 Barbara Meier, Armin Kohler und Hans Peter Märchy in den Vorstand gewählt worden.

Grundriss Eingangsgeschoss: schwarz bestehend, rot neu. Bild: zVg
H. Wyss