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Fideris
09.04.2021

Das Chinderhus Strahlegg wird modernisiert

Von links nach rechts Beat Belleri von Belleri Bau Küblis, Gemeindepräsidentin Marianne Flury, Bauleiter René Bargetzi, Heimleiter Jürg Egli, Stiftungsräte Roger Graf, Monika Meiler und Luzi Bardill. Bild: C. Imhof
Das Chinderhus Strahlegg soll den heutigen Ansprüchen und Platzbedürfnissen angepasst werden. Aus diesem Grund hat am vergangenen Dienstag die Stiftung Chinderhus Strahlegg im Fideriser Ortsteil jenseits des Arieschbachtobels zum Spatenstich eingeladen.

Über Nacht hatte es geschneit im Prättigau. Auch wenn ein rauer Wind ging, in Strahlegg konnte sich der Aprilschnee gegen die wärmenden Sonnenstrahlen nur mühsam behaupten. Oberhalb des Chinderhuses stand der grosse Bagger von der Belleri Bau Küblis bereit, um ein fünf Meter tiefes Loch zu graben. Auch wenn in die Tiefe gebaut werde, mehr Plätze würden nicht vergeben. Das erklärte Heimleiter Jürg Egli zu Beginn des freudigen Tages. «Wir sind ausgerüstet für zehn Jugendliche oder Kinder, haben aber hin und wieder auch Abweichungen mitzutragen.» Gerade aktuell seien durch die Zwischenlösung noch fünf Kinder in einem Mietshaus in Fideris untergebracht.Während der Bauphase bleibe dies auch so. Der Betrieb gehe nahtlos weiter, was dank der grosszügigen Unterstützung der Gemeinde garantiert werden könne. Die drei anwesenden Stiftungsräte Roger Graf, Luzi Bardill und Monika Meiler bedankten sich gemeinsam ebenfalls herzlich bei der Gemeinde und auch bei den privaten Spendern. So eine Modernisierung wäre ohne die Unterstützung von so vielen Personen gar nicht möglich.

So sieht das Chinderhus nach der grossen Sanierung Ende 21 aus. Bild: Visualisierung: P. Conrad

Vieles wird generalüberholt

Beim Spatenstich, an dem auch die Gemeindepräsidentin Marianne Flury anwesend war, erklärte Bauleiter René Bargetzi das Vorgehen beim Bauprojekt. «Statt Schritt für Schritt nachzubessern, wie wir es in den vergangenen Jahren gehandhabt haben, machen wir jetzt alles auf einmal. Die Ölheizung kommt raus, da diese in den nächsten Jahren so oder so rausgeflogen wäre. Neu wird mit einer Erdsonde gearbeitet respektive geheizt. Das Dach des Hauses wird auch saniert und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Zudem wird der Brandschutz den aktuellen Bestimmungen angepasst.» Geplant seien ausserdem der Bau von Einzel-, Lehrlings-, Notfall-, Sitzungs- und Pikett-Zimmer sowie eine geheizte Werkstatt und genügend Stauraum.

Das Chinderhus Strahlegg wurde 1939 erbaut. Dieses Bild wurde Ende 1950er-/Anfang 60er-Jahre geschossen. Bild: Archiv M. Kobald

Bis Ende Jahr ist es fertiggestellt

Das Chinderheim Strahlegg, welches bald umweltfreundlichen Strom bezieht, bietet Kindern und Jugendlichen ein vorübergehendes oder längerfristiges Zuhause. Die anvertrauten Kinder leben ab dem Vorschulalter bis Ende der Schul- oder Lehrzeit vor Ort. Alle besuchen die öffentlichen Schulen der Talschaft. Das Heim, welches seit 2013 von der Stiftung Chinderhus Strahlegg geführt wird, finanziert sich durch private Spenden. «Das Gebäude sollte nach dem Umbau für zirka 25 Jahre auf dem aktuellsten Stand sein», sagte Bargetzi. «Am Umbau sind einzig Unternehmen aus dem Prättigau beteiligt. Wenn alles glatt läuft, sind sie bis Ende Jahr fertig damit.»

C. Imhof