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Kanton
12.04.2021

Agglomerationsprogramm Chur geht in die öffentliche Mitwirkung

Bild: zVg
Die Arbeiten am jüngsten Agglomerationsprogramm für die Regionen Landquart, Plessur und Imboden sind weit fortgeschritten. Das Programm zeigt die langfristig angestrebte Entwicklung der Siedlung, der Landschaft und des Verkehrssystems auf und enthält zahlreiche Massnahmen zur Erreichung dieser Ziele. Nun geht es in die öffentliche Mitwirkung.

Seit rund zwei Jahren wird unter der Führung des Amts für Raumentwicklung das neue Agglomerationsprogramm der 4. Generation erarbeitet. Die im Agglo-Perimeter liegenden Regionen Imboden, Plessur und Landquart sowie die Gemeinden sind eingebunden und wirken am Programm mit.

Voraussetzung für die finanzielle Beteiligung des Bundes

Der Bund beteiligt sich an der Finanzierung von Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Städten und Agglomerationen. Voraussetzung dafür ist, dass ein Agglomerationsprogramm die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung sowie die Landschaftsplanung wirkungsvoll aufeinander abstimmt. Deshalb fokussiert auch das Agglomerationsprogramm Chur auf diese Bereiche. Es enthält eine umfassende Analyse, ein aktualisiertes Zukunftsbild, den Handlungsbedarf, Teilstrategien sowie neue oder weiterentwickelte Massnahmen.

« Die Schwerpunkte liegen auf attraktiven Zentren und verdichtetem, qualitativ hochwertigem Bauen an zentralen, gut erreichbaren Standorten in Domat/Ems, Chur und Landquart.»

Breit abgestimmter Massnahmenplan

Die Massnahmen sind thematisch weit gefächert und über die ganze Agglomeration verteilt. Die Schwerpunkte liegen auf attraktiven Zentren und verdichtetem, qualitativ hochwertigem Bauen an zentralen, gut erreichbaren Standorten in Domat/Ems, Chur und Landquart. Deshalb werden auch die Bahnhöfe für einen effizienten Umstieg optimiert und die Aufenthaltsqualität erhöht. Zudem hat man sich zum Ziel gesetzt, die Verkehrsabwicklung insgesamt siedlungsverträglicher zu gestalten. Dazu sind zum Teil Verkehrsverlagerungen, aber auch Dosierungs- und Lenkungsmassnahmen nötig. Auch das Velowegnetz soll weiter gestärkt und verbessert werden, beispielsweise durch eine verbindende Route von Rhäzüns bis Maienfeld.

Nächster Schritt – öffentliche Mitwirkung

Das Agglomerationsprogramm Chur geht vom 13. April bis zum 12. Mai 2021 in die öffentliche Mitwirkung. Die Unterlagen sind auf der Webseite des Amts für Raumentwicklung einsehbar. Die erforderlichen Beschlüsse der involvierten Gemeinden und Regionen sind bis Ende Juni 2021 vorgesehen. Die Eingabe des Programms beim Bund erfolgt gestützt auf einen Regierungsbeschluss im September 2021.

pd