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Malans
22.04.2021

Die Begeisterung weiterreichen

Simeon Frei freut sich darauf, der nächsten Generation das Skaten beizubringen. Bild: C. Imhof
Zwischen den Frühlings- und Sommerferien will Simeon Frei aus Malans den Kindern in der Region das Skaten beibringen. Dem jungen Primarlehrer ist es extrem wichtig, dass die Kids wirklich etwas lernen können und dass der von ihm und seinem Kollegen Elias Koch angebotene Kurs qualitativ hochwertig über die Bühne geht. Es sollen nach dem ersten Kurs nämlich zukünftig noch viel mehr spannende Freizeitangebote geschaffen werden.

Nahe am Bahnhof Malans steht ein sogenannter Pumptrack. Wie bereits in vielen anderen Bündner Ortschaften hat auch die 2378-Seelen-Gemeinde in der Bündner Herrschaft einen eigenen Platz für Skate-, BMX-, Rollschuh- und Longboardbegeisterte. Hier surfen Jung und Junggebliebene gemeinsam über die asphaltierte Piste und beweisen, wie gut ausgeprägt ihr Gleichgewichtssinn trotz rasanter Geschwindigkeit ist.

Eine Alternative bieten

Primär sei es wichtig, dass die Kleinen lernen, wie man richtig auf dem Brett balanciere, erklärt Simeon Frei, der ab dem kommenden Schuljahr an der Karlihofschule in Malans als Primarlehrer arbeitet. Die Tricks mit dem Skateboard kämen dann zu einem späteren Zeitpunkt dazu. Aus diesem Grund beginne jede Skaterlaufbahn auf einer geraden Fläche. Später könne man sich dann schon am Pumptrack ausprobieren. Die dort durch Wellen entstehende Geschwindigkeit sei magisch und könne sehr schnell süchtig machen. Mit den neuen Kursen wollten er und sein Kumpel Elias Koch eine Alternative zum Fussball oder Eishockey bieten. Sie wollten zeigen, dass man als junger Mensch auch Freude am Sport haben könne, der ohne übertriebenen Leistungsdruck auskomme. Es seien oft die kleinen Erfolge, wie das stabile Stehen auf einem Skateboard, welche das Feuer in einem erwecke. Bei ihm habe es vor rund 20 Jahren Klick gemacht und seine seit damals bestehende Freude am Skaten wolle er jetzt gerne an die nächste Generation weitergeben.

Platz für 12 Kinder

Jeweils am Mittwochnachmittag finden die Kurse statt. Für Schoner und Boards werde von ihnen gesorgt, weshalb sie auch einen kleinen Unkostenbeitrag von 25 Franken pro Kind verlangen. Frei und sein Umfeld organisieren die Kurse, die am 12. Mai erstmals stattfinden, aber nicht mit kommerziellen Hintergedanken, sondern vielmehr um das Freizeitangebot der Region zu erweitern. Platz gebe es an ihrem Kurs für 12 Kinder. So könne eine angemessene Qualität geliefert werden und falls ein Kind vor dem Balancieren auf dem Skateboard doch ein wenig Angst haben sollte, gebe es ja noch das Longboard, welches ein bisschen einfacher in der Hand­habung sei.

Grosse Pläne

Dieses Angebot mit den Skatekursen ist laut Frei erst der Beginn. Aktuell gründe er einen gemeinnützigen Verein mit dem Namen «Happy Faces», welcher diverse Freizeitangebote in der Region schaffen soll. Ziel sei es dabei auch Familien zu unterstützen, die finanziell nicht optimal aufgestellt sind. Bereits geplant seien nach den Sommerferien beispielsweise Erlebnisnachmittage auf einer Ranch in Malans, ein Rap-Workshop und auch Italienisch- und Spanisch-Sprachkurse. Im Vordergrund stehe bei all diesen Projekten die Freude und das Weitergeben von Begeisterung. Oder wie es der Name des Vereins schon sagt: Sie wollen damit ein Lächeln auf viele glückliche Gesichter zaubern. Weitere Informationen zu diesem Skateboard- und Longboard-Workshop und auch zu weiteren Kursangeboten findet ihr auf der Webseite der Karlihofschule, unter: www.karlihof.ch.

Simeon Frei in Aktion. Bild: C. Imhof
cim