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Malans
25.04.2021

Ein Treffpunkt für grüne Daumen

Norbert und Pia Schaniel zeigen in ihrem Center auf, wie man recht simpel zu einem grünen Daumen kommt. Bild: C. Imhof
Die Schaniel Gartenbau Floristik AG betreibt in Malans unweit des Bahnhofs am Mühlbachweg 10 ein Pflanzencenter, welches nicht nur vom Grosshandel genutzt wird, sondern auch vermehrt Privatpersonen anzieht. Neben dem massiv grossen Sortiment, setzt die Familie Schaniel auf freundliches Fachpersonal, ressourcenschonenden und somit nachhaltigen Anbau von Schnittblumen, Beet- und Balkonpflanzen, Kräutern und Gemüse-Setzlingen.

Seit der Pandemie und den damit verbundenen Reiseeinschränkungen sei definitiv eine Zunahme der Kundschaft spürbar, sagt Pia Schaniel beim Rundgang durch die Gewächshäuser. Wer mehr zuhause sei, wolle es dort auch schön haben. Dabei beratend mit Tipps, Tricks und den passenden Pflanzen den Kunden zur Seite zu stehen, sei für sie und ihr Fachpersonal eine erfüllende und spannende Aufgabe.

Ressourcenschonend unterwegs

Ganz genau beziffern kann Pia Schaniel die Anzahl der bei ihnen gepflanzten Setzlinge nicht. Die Produktion der Frühlings-/Sommerpflanzen beläuft sich auf zirka 150 000 Balkonpflanzen sowie auf rund 120 000 Gemüsesetzlinge. Was einem als Besucher aber sofort bewusst wird, ist die Tatsache, dass so viele Pflanzen ziemlich sicher Unmengen an Wasser verbrauchen. Die Geschäftsführerin erklärt aber, dass sie, obwohl Wasser wenig koste, sehr drauf bedacht seien, keines zu verschwenden. Dank der Durchlaufsysteme und den Umstand, dass sie mit natürlichem Düngemittel arbeiten würden, sei es möglich, das Wasser zum Teil sogar mehrfach zu verwenden. Es werde nicht wie früher im grossen Stil mit dem Wasserschlauch bewässert, da heute vieles automatisch funktioniere. Die Pflanzen werden mehrheitlich durch Tropfbewässerung und Klimacomputer gesteuert, am Wasser angehängt und je nach Temperatur nachhaltig und wassersparend bewässert.

Ab in den Garten

Je natürlicher sie unterwegs seien mit ihrem Pflanzencenter, desto mehr Vögel ziehe es an, sagte Schaniel. Aber für sie sei dies kein negatives Zeichen, sondern viel mehr der Beweis, dass sie als umweltbewusstes Unternehmen auf dem richtigen Weg seien. Das breite und tiefe Sortiment, welches Pia und ihr Mann Norbert anbieten, ist aber nicht nur für gefiederte Gäste aus der Luft imposant. Neben dem Grosshandel seien es auch immer mehr Hobbygärtner und Selbstversorger, die sich gerne von ihnen und ihrem Fachpersonal beraten lassen würden. Neben die für ein Pflanzencenter fast schon obligatorischen Schnittblumen wie Rosen, Tulpen und Lilien, kann man bei ihnen alle erdenklichen Kräuter, Salate, Geranien, Bäume und auch Frucht- und Gemüsepflanzen erwerben. Beim Pflanzencenter Schaniel kaufe man aber eher die Setzlinge und nicht das ausgewachsene Gemüse, weil sie ja schliesslich keine «Gemüsler» seien. Sie wollen die Menschen in der Region für die Arbeit im Garten begeistern und aufzeigen, wie man recht simpel zu einem grünen Daumen kommt. Die Natur verspreche schnell sichtbare Erfolge und nichts schmecke so gut, wie selbst angepflanztes und somit auch nachhaltiges Gemüse. Das ist für Pia Schaniel sonnenklar. Die herrlichen Düfte, welche einem bei einem Gang durch die eindrücklichen Gewächshäuser begleiten, animieren die Besucher zusätzlich sich selbst einmal als Gärtner und Selbstversorger zu versuchen. Denn wer würde es nicht auch begrüssen, wenn es zuhause so herrlich nach Sommer riecht?

C. Imhof