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Grüsch plant neue Mehrzweckhalle

So soll sich die neue Mehrzweckhalle in rund dreieinhalb Jahren präsentieren. Bild: zVg
In Grüsch soll in den nächsten dreieinhalb Jahren für rund neun Millionen Franken eine neue Mehrzweckhalle entstehen. Aus dem Projektwettbewerb mit 42 Bewerbungen ging ein Siegerprojekt hervor, welches mit einem vielfältigen Nutzungskonzept für Gemeinde, Schule und Vereine besticht.

Im Zusammenhang mit dem Ersatz ihrer fast 100-jährigen Mehrzweckhalle lancierte die Gemeinde Grüsch ein Projektwettbewerb, für welchen sich 42 Architektur- und Planungsbüros beworben hatten. Elf von ihnen wurden zu einer Projekteingabe eingeladen. Das aus Vertretern der Gemeinde und Fachleuten bestehende Preisgericht hat nun das Siegerprojekt erkoren. Dieses stammt aus der Feder des Teams Raumfindung Architekten GmbH, Rapperswil.

Optimal genutzt und integriert

Die bestehende Mehrzweckhalle erfülle die heutigen Anforderungen weder an eine Turn- noch an eine Mehrzweckhalle. Zudem seien die Aussenräume der Primarschule wenig attraktiv und mit den zwischenzeitlich angrenzend entstandenen Wohnquartieren habe sich eine neue räumliche Situation ergeben, begründet Gemeindepräsident Marcel Conzett den geplanten Neubau gegenüber dem P&H. «Verlangt worden sind Projektvorschläge, die sich an den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer orientieren und funktional sind, ortsbaulich überzeugen und mit der Umgebung die Gesamtsituation in den beschränkten Platzverhältnissen aufwerten und die wirtschaftlich sind.»

Erwartungen mehr als erfüllt

Mit dem Siegerprojekt «Fundus» der Rapperswiler Architekten liegt laut Conzett ein «sehr überzeugender Vorschlag» für einen Neubau einer Mehrzweckhalle vor. «Das Projekt ist ein sorgfältiger ortsbaulicher Beitrag für die Schulerweiterung im Dorfkern, der sich durch ein intelligent entwickeltes Raum- und Nutzungsdispositiv mit sehr ansprechenden räumlichen Qualitäten im Innern wie im Äussern auszeichnet.» Als Beispiele nannte der Gemeindepräsident die Bühne, welche nicht nur von der Halle aus, sondern auch vom Pausenhof aus genutzt und bespielt werden kann, sowie das grosszügige Foyer, welches dank angrenzender Küche unter anderem für den «Mittagstisch» zur Verfügung gestellt werden kann. Die bis zu 500 Personen fassende Halle sei – in Verbindung mit den kombinierbaren Nebenräumlichkeiten – auch für grössere Veranstaltungen, wie beispielsweise Delegiertenversammlungen, nutzbar, stellt Conzett in Aussicht.

Beheizt werden soll die neue Anlage, wie bereits heute, mit einem Anschluss an die kommunale Pelletheizung. Holz ist denn auch das Hauptthema beim Bau selber. Dieser weist laut Conzett eine Betongrundplatte und einen Aufbau aus Holz und Holzelementen auf.

Der Grundriss illustriert das durchdachte und vielseitige Raumkonzept. Bild: zVg

Weiteres Vorgehen

In einem nächsten Schritt wird das Siegerprojekt unter Berücksichtigung der Kritik des Preisgerichtes zusammen mit der Gemeinde weiterentwickelt und im Rahmen des bereits durch die Gemeindeversammlung bewilligten Projektierungskredits zu einem Vorprojekt ausgearbeitet. Conzett rechnet, dass im kommenden Frühling 2022 der Baukredit eingeholt werden und die Halle nach rund anderthalbjähriger Bauzeit im Herbst 2024 bezogen werden kann. Während der Bauzeit sollen die übrigen Turnhallen des Schulverbands (Pardisla, Usserfeld und Fanas) im Rahmen eines Übergangkonzepts als Ausweichlösung dienen.

Ausstellung der Projekte

Die Projekte des Wettbewerbs können im Gemeindesaal (Singsaal) und in der Mehrzweckhallte betrachtet werden. Die öffentliche Ausstellung ist am 30. April von 16 – 19 Uhr und am 1. Mai von 10 – 14 Uhr unter Anwesenheit von Gemeindevertretern geöffnet.

M. Schnell