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Kanton
03.05.2021

Alltagshürden aus dem Weg schaffen

Bild: zVg
Alltagshürden aus dem Weg schaffen – das ist das Ziel der diesjährigen Kristallverleihung zum Thema «Wir lassen uns nicht behindern». Personen mit einer Behinderung, Angehörige und Bezugspersonen erhalten die Möglichkeit, auf ihre Alltagshürden aufmerksam zu machen. In einem zweiten Schritt können Lösungsvorschläge für diese Alltagshürden eingereicht werden. Der Projektstart erfolgt am 3. Mai 2021 mit der Aufschaltung der Internetseite www.alltagshuerden.ch. Die Gewinner der besten Lösungsvorschläge werden durch Betroffene und eine Jury ermittelt.

Pro Infirmis setzt sich für die Inklusion und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen ein. Zum fünfzehnten Mal vergibt Pro Infirmis Graubünden den Pro Infirmis Kristall. Waren es zuerst Preise für besondere Leistungen für Menschen mit einer Behinderung, so stehen heute Menschen mit einer Behinderung selbst im Zentrum. Beim aktuellen Projekt setzt sich Pro Infirmis gemeinsam mit Betroffenen das Ziel, die Öffentlichkeit und Politik auf Hindernisse im täglichen Leben aufmerksam zu machen und Lösungsvorschläge zu präsentieren.

Alltagshürden

Viele Personen kennen und erleben in ihrem Alltag Hindernisse, die sie einschränken oder beeinträchtigen. Mit dem diesjährigen Kristall sollen Betroffene und Bezugspersonen die Möglichkeit erhalten, auf ihre Alltagshürden aufmerksam zu machen. Die Alltagshürden können unter www.alltagshuerden.ch ins Internet gestellt und öffentlich gemacht werden. In einem zweiten Schritt, können - im Rahmen einer Ideenbörse und eines Wettbewerbs - für diese Alltagshürden Lösungsvorschläge eingereicht werden. Die Vorschläge werden von einer Jury und durch diejenigen Personen bewertet, die einen Beitrag eingereicht haben. Einsitz in der Jury haben Betroffene, Fachpersonen und Personen aus Politik und Wirtschaft.

Über das Projekt

Der Einbezug von Menschen mit Behinderungen hat für Pro Infirmis bei allen Projekten oberste Priorität. Für die Projektentwicklung von «Alltagshürden» wurde eine Begleitgruppe ins Leben gerufen. Die Begleitgruppe hat die Aufgabe, das Pro Infirmis-Projektteam zu beraten und zu unterstützen. Dadurch wird bei allen Schritten des Projektes gewährleistet, dass die Sicht der Betroffenen in die Planung sowie Umsetzung einfliesst. Die Begleitgruppe besteht aus vier Personen, die von unterschiedlichen Beeinträchtigungen betroffen sind.

Die Kampagne „Alltagshürden keine Chance geben“ ist ein breit abgestütztes, kantonales Projekt für einen guten Zweck. Damit die Sensibilisierung der Bevölkerung gelingt und interessierte Personen erreicht werden können, ist die Kampagne auf mediale Unterstützung angewiesen.

Preisverleihung

Die Rangierung der Lösungsvorschläge und die öffentliche Preisverleihung findet am 22. November 2021 im Titthof in Chur statt. Die Pro Infirmis erhofft sich durch das Projekt eine grosse Breitenwirkung. Alle sind aufgerufen mitzumachen. Nebst öffentlicher Anerkennung winken attraktive Preise.

pd