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Untervaz
08.05.2021

Neue Hausarztpraxis in der Gemeinde

Dank Kathleen Keilwerth und Marina Schwarz hat Untervaz wieder  eine Hausärztin im Dorf.
Dank Kathleen Keilwerth und Marina Schwarz hat Untervaz wieder eine Hausärztin im Dorf. Bild: zVg
Anfang Mai haben sich Kathleen Keilwerth und Marina Schwarz mit ihren drei Mitarbeitenden selbstständig gemacht und ihre Praxis an der Quadergasse 24 eröffnet. Somit hat Untervaz wieder eine Hausärztin, bei der die Patientinnen und Patienten einfach und unkomplizierter gesund werden können.

Durch den Bezug der Wohnungen in den fünf Mehrfamilienhäusern erwacht das Wohnquartier Rai langsam zum Leben. Und doch sieht man es der Umgebung an, dass hier erst vor kurzem fertig gebaut wurde. Während unterhalb des Quartiers am östlichen Dorfrand von Untervaz das Mohnfeld in satten gelben Farben erstrahlt, ist der Boden rund um die Gebäude noch nicht wirklich begrünt.

Neu gewonnene Unabhängigkeit

Im Erdgeschoss an der Quadergasse 24 hat die Ärztin Kathleen Keilwerth gemeinsam mit Marina Schwarz ihre Praxis. Das Besondere an dieser Konstellation sei die Kombination aus Ärztin und Medizinische Praxis-Assistentin, was eher ungewöhnlich sei, so Keilwerth. Die beiden Frauen würden schon seit vier Jahren in diesem Gefüge zusammenarbeiten und harmonieren laut Keilwerth perfekt. Aus diesem Grund hätten sie sich entschieden, eine Aktiengesellschaft zu gründen und sich gemeinsam selbstständig zu machen. Trotz des modernen Baus strahlt der Raum dank den eingesetzten Holzelementen eine warme Atmosphäre aus, welche sehr ansprechend und irgendwie beruhigend wirkt. Marina Schwarz, die ihrer Kollegin den Rücken freihält, durfte die Räume gemeinsam mit dem Architekten aktiv mitgestalten, wie sie stolz beim Rundgang erklärt. Da die Praxis durchgehend geöffnet habe, sei es ihr ein wichtiges Anliegen gewesen, dass sich die Mitarbeitenden hier auch wohl fühlen, sagt Schwarz. Zu diesem Zwecke gebe es neben den öffentlichen Räumen für die Kundschaft auch einen grosszügigen Pausenraum mit integrierter Küche, welcher einzig für die Belegschaft gedacht sei. Dass ihre Kollegin Keilwerth und sie eine Praxis nach ihrem Gusto auf die Beine hätten stellen können und dass sie gleichzeitig unabhängig wirken könnten, sei für sie einfach grossartig.

Näher bei der Kundschaft

Auch wenn es für die Kunden eher wie ein Umzug wirke, stecke hinter der neuen Arztpraxis mehr. Sie hätten sich selbstständig gemacht und gleichzeitig von der «Praxis Gruppe Schweiz» gelöst. Der Einstieg als angestellte Hausärztin habe ihr vieles erleichtert, so Keilwerth. Im Laufe der Jahre habe sie erkannt, dass eine Praxis-
tätigkeit als Selbstständige doch keine unüberwindbare Hürde sei und sie sich viel besser auf die Patientenversorgung unter den gegebenen regionalen Besonderheiten konzentrieren könne, als dies in einem zentral gesteuerten Konsortium möglich gewesen sei. Die Ärztin ist sich sicher, dass sie auf alle Fälle die nächsten 15 bis 20 Jahre in Untervaz bleiben werden. So könnten sie mindestens eine ganze Generation kleiner Patienten aufwachsen sehen und begleiten. Dies sei nicht nur ein Gewinn für das Dorf, sondern auch für sie persönlich. Immerhin sei sie als Deutsche von der Dorfgemeinschaft aufgenommen worden, was sie mit ihrer Treue ihnen gegenüber danke, erklärt Keilwerth lächelnd.

C. Imhof