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Leserbrief
Leserbriefe
20.06.2021

Sieger und Verlierer

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unsplash Bild: unsplash
Ein Leserbrief von Andy Käppeli, Grüsch

Das Schweizer Stimmvolk hat das CO2-Gesetz knapp abgelehnt. Die Erdölindustrie, der Hauseigentümerverband und die SVP mit ihrer populistischen Abstimmungskampagne voller Halb- und Unwahrheiten und ihre Lobby haben es leider geschafft.

Es war ein Gesetz, mit dem wir nicht einmal die Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 erreicht hätten, welches auch die Schweiz unterschrieben hat. Aber es wäre besser gewesen als nichts.

Ich hoffe, die Obengenannten legen nun richtig, richtig viel Geld auf die Seite, damit sie die Schäden, die der Klimawandel verursacht sowie die notwendigen Massnahmen zur Schadensbegrenzung auch bezahlen können. Denn vor allem den Kanton Graubünden wird es stärker treffen als das Mittelland. Und von SVP-Messias Imark erwarte ich, dass er nun die Pläne und Massnahmen, mit denen er bereits am Abend des Abstimmungssonntags geprahlt hat, aus der Schublade zieht und sozialverträglich (kennt er das Wort?) umsetzt!

Also wohlan denn, Herr Imark. 50 % CO2-Reduktion bis 2030 und Netto Null bis 2050 als Mindestziele. Und nicht nur CO2-Zertifikate kaufen, gell!

Und noch eine Bitte, Herr Imark: Verwenden sie doch diesmal nicht manipulierte, abgeänderte oder unwahre Statistiken. Herr Professor Knutti wird ihnen dabei sicher gerne behilflich sein, dass sie die Statistiken ordentlich hinbekommen. Sie scheinen damit offensichtlich überfordert zu sein.

Andy Käppeli