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29.06.2021

Fünf Kränze für Bündner in Näfels

Der Fideriser Sandro Schlegel gewinnt im fünften Gang gegen Martin Schuler aus Wädenswil.
Der Fideriser Sandro Schlegel gewinnt im fünften Gang gegen Martin Schuler aus Wädenswil. Bild: Jakob Heer
Beim Glarner-Bündner Kantonalschwingfest am Sonntag hat der Thurgauer Domenic Schneider im Schlussgang Lokalmatador Roger Rychen bezwungen. Die Bündner Schwinger gewinnen zum Auftakt fünf Kränze – darunter auch der Prättigauer Sandro Schlegel.

21 Bündner befanden sich im mit neun Eidgenössischen Kranzschwingern gespickten 128-köpfigen Teilnehmerfeld des «Glarner-Bündner». Für das Team des Technischen Leiters Stefan Fausch sollte die erste Teilnahme an einem Kranzfest nach fast zwei Jahren und nur kurzer Trainingsphase wichtige Erkenntnisse über den Formstand bringen.

Nach einem etwas verhaltenen Start konnten sich die Bündner im Verlaufe des Sonntags merklich steigern. Zu einem Spitzenresultat reichte es am Ende Christian Biäsch. Der Davoser, der seine gute Form bereits vor zwei Wochen am Rangschwinget in Untervaz andeutete, erzielte vier Siege sowie zwei «Gestellte», als bester Nicht-Eidgenosse klassierte er sich am Ende auf dem geteilten zweiten Rang.

Mit je vier Siegen sicher in den kranzberechtigten Rängen beendeten der Heinzenberger Mauro Gartmann sowie der Churer Michael Fontana das Fest. Je drei Siege und drei «Gestellte» reichen auch dem Prättigauer Sandro Schlegel sowie dem Emser Marc Jörger noch zur Auszeichnung. Gute Kranzchancen vor dem letzten Gang besassen daneben der mit zwei Eidgenossen ein starkes Notenblatt aufweisende Emser Corsin Jörger sowie die beiden Nichtkranzer Fabio Castelli und Enrico Joos, ihnen sollte es am Ende aber nicht reichen.

Enge Entscheidung an der Spitze

Mit Armon Orlik, der aufgrund von Prüfungen erst Mitte Juli in die Saison einsteigt, sowie dem Thurgauer Samuel Giger, bereits zweifacher Kranzfestsieger in dieser Saison, fehlten in Näfels die zwei nominell stärksten Nordostschweizer. Entsprechend offen gestaltete sich die Ausgangslage an der Spitze – neben dem Einheimischen Roger Rychen, der noch auf seinen ersten Kranzfestsieg wartet, zählten der Thurgauer Domenic Schneider, der Zürcher Samir Leuppi, der Appenzeller Michael Bless oder der Urner Gast Andi Imhof zum engeren Favoritenkreis.

Mit einem Sieg gegen Rychen in der Top-Paarung des Anschwingens setzte Imhof auch gleich ein erstes Ausrufezeichen. In den weiteren Eidgenossen-Duellen am frühen Morgen kam daneben nur Michael Bless gegen Tobias Krähenbühl zu einem Vollerfolg. Domenic Schneider, vor einer Woche bereits Schlussgangteilnehmer beim «Schaffhauser», stellte seinen Gang gegen Samir Leuppi ebenso wie der Appenzeller Raphael Zwyssig gegen den Thurgauer Routinier Stefan Burkhalter.

In der Folge wurde Imhof durch zwei «Gestellte» früh etwas zurückgebunden. Roger Rychen dagegen arbeitete sich nach der Auftaktniederlage durch vier Siege in Serie sukzessive nach vorne. Die Schlussgangteilnahme sicherte sich der Molliser im fünften Gang gegen Tobias Krähenbühl. Auch Domenic Schneider verdiente sich den Einzug in die Endausmarchung durch vier Siege in Serie. Der 26-jährige Friltschener, der zuvor im Glarnerland 2015 zum bisher einzigen Mal ein Kranzfest gewann, griff im Schlussgang sofort an und betete Roger Rychen nach wenigen Sekunden ins Sägemehl.

Drei Eidgenossen gehen leer aus

Vor 600 Zuschauern wurden am Ende 23 Kränze abgegeben, wobei das Bündner Team am meisten Auszeichnungen erhielt. Mit Raphael Zwyssig, Stefan Burkhalter und Beni Notz mussten drei Eidgenossen ohne Kranz die Heimreise aus dem nördlichen Glarnerland antreten.

pd