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17.07.2021

Davos wird traditionsgemäss zum Mekka der Bergläufer

Die Organisatoren erwarten zwischen 2500 und 2700 Teilnehmende  aus über 40 Ländern.
Die Organisatoren erwarten zwischen 2500 und 2700 Teilnehmende aus über 40 Ländern. Bild: Andrea Furger
Die Landschaft Davos steht am Wochenende des 24. und 25. Juli wieder im Brennpunkt des Berglaufs. Zur Austragung gelangt zum 36. Mal der internationale Swissalpine Davos. An der Laufveranstaltung, eine der grossen in der Schweiz, wird der Test K23 immer beliebter.

Der Swissalpine Davos ist eine Breitensport-Veranstaltung, die mit unterschiedlichen Herausforderungen aufwartet. Elite-Bergläufer sind ebenso durch Täler und über Pässe unterwegs wie Trailrunner oder Sportlerinnen und Sportler, für die Laufen schlicht Entspannung und Genuss bedeutet.

Zum zweiten Mal geht die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie unter besonderen Vorgaben über die Bühne. Teilnehmende müssen sich an eines der drei Gs halten. Sie müssen entweder geimpft, getestet oder genesen sein und ein entsprechendes Zertifikat vorweisen können.

Aus über 40 Ländern

Eine Rekordteilnahme von Sportlerinnen und Sportlern wird dieses Jahr aufgrund der Pandemie natürlich nicht erwartet. Trotzdem brennen Läuferinnen und Läufer darauf, sich zu messen. Deutlich über 2000 Anmeldungen gingen bislang ein, wie die Organisatoren in einer Medienmitteilung schreiben. Erwartet werden zwischen 2500 und 2700 Teilnehmende aus über 40 Ländern.

Im Startfeld zu finden sind einige bekannte Namen, darunter jener des Zürchers Stephan Wenk. Die Teilnahme zugesagt hat ausserdem der starke Franzose Germain Grangier. Die Schwedin Ida Nilsson und Katie Schide aus den USA zählen bei den Frauen auf der Marathonstrecke zu den Favoritinnen.

Vom Geheimtipp zum Hit

Vier Laufwettbewerbe stehen auf dem Programm. Am Samstag, 24. Juli, stellen sich Läuferinnen und Läufer dem härtesten Test, dem K68 mit 67,6 Kilometern. Gleichentags erfolgt der Start zum K23. Dieser Berglauf von Klosters, der entlang der Spuren der früheren Walser über den Wolfgangpass nach Davos führt, entwickelte sich laut Mitteilung vom Geheimtipp zum Hit. Die Organisatoren rechnen mit den meisten Anmeldungen für diesen Wettbewerb – so in etwa mit 800 bis 1000. Weshalb der K23 in der Beliebtheitsskala steil nach oben geschossen sei, könne nur vermutet werden. Wahrscheinlich sei es die Streckenlänge, die sich die meisten Läuferinnen und Läufer zutrauten.

Eigene Gesetze

Am Sonntag, 25. Juli, werden der K43 mit der klassischen Marathon-Distanz sowie der K10 ausgetragen. Der Bergmarathon K43, auf dem über 1400 Höhenmeter zu überwinden sind, ist ebenfalls beliebt. Gestartet wird in Davos, danach geht es durch die Seitentäler Dischma und Sertig, über den Scaletta- und Sertigpass und anschliessend zurück nach Davos.

Zum gemütlichen Laufen oder zum Sprint lädt der K10 mit seinen 9,3 Kilometern ein. Auf der Strecke nach Clavadel und zurück ins Davoser Sportstadion wird eine vergleichsweise geringe Höhendifferenz von rund 160 Metern überwunden.

Bergläufe haben ihre eigenen Gesetze, deshalb können vor allem hohe Temperaturschwankungen herausfordernd werden, wie es weiter heisst. Sportlerinnen und Sportler müssten in der Lage sein, unter Hitze zu laufen und wenig später tiefe Temperaturen und Wetterkapriolen auszuhalten. Darauf müssten sie sich vorbereiten.

Der härteste Test für die Läuferinnen und Läufer ist der K68 mit 67,6 Kilometern. Bild: Andrea Furger
pd/L. Steinmann