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Küblis
05.09.2021

Hitsch Egli geht in Pension

Hitsch Egli hatte am vergangenen Freitag seinen «Letzten».
Hitsch Egli hatte am vergangenen Freitag seinen «Letzten». Bild: C. Imhof
Werkhofmitarbeiter Hitsch Egli durfte am vergangenen Freitag seine Arbeit nach 37 Jahren im Dienste der Gemeinde Küblis niederlegen und in Pension gehen. Zu diesem Jubeltag fanden sich nicht nur die Geschwister des Neupensionärs, sondern auch zahlreiche Wegbegleiter auf dem neuen Werkhof ein und feierten ihren Hitsch.

«Die Jagd, die Räubergeschichten und das Wasser sind die drei Dinge, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an Hitsch Egli denke», sagte Gemeindepräsident Thomas Gort bei seiner kurzen Dankesrede an den langjährigen Gemeindearbeiter. Auch Gemeinderat Franco Macri, der extra für den Tag ein Gedicht geschrieben hat, wies darauf hin, wie spannend es sein könne, dem grandiosen Geschichtenerzähler mal für eine Weile ein Ohr zu leihen. In den 37 Jahren Arbeit sei schliesslich einiges passiert, erzählte er schmunzelnd. Neben ihnen von der Gemeinde gebe es ausserdem eine weitere Gruppe, die Hitsch Egli sicherlich schmerzlich vermissen werde: die Kübliser Hausfrauen. Ihnen habe er nämlich häufig freiwillig im Winter die Einfahrt freigeräumt.

Eine Ära endet

Das letzte Wort am sonnigen Freitagabend gehörte Hitsch Egli. Berührt von den vielen netten Worten, erklärte er, was ihn immer motiviert habe. «In all den Jahren beim Werkdienst Küblis hat sich zwar einiges verändert, aber die Freude an der Arbeit mit dem Wasser und für die Menschen ist mir immer erhalten geblieben.» Diesen Durchhaltewillen vermisse er heute ein wenig bei den öffentlichen Ämtern, wo Personen, kaum seien sie mal ein wenig im Thema drin, sich schnell wieder anderem widmen würden. «Ich habe immer gerne den Hausfrauen geholfen und ihnen die Einfahrten vom Schnee befreit. Sie sind schliesslich Steuerzahlerinnen. Wenn diese zufrieden sind mit der Arbeit der Gemeinde, dann ist alles in Ordnung.» Diese Weitsicht zum Wohl der Gemeinde zeigt, dass Hitsch Egli nicht nur eine treue Seele ist, sondern dass er auch über die Jahre nichts von seiner Scharfsinnigkeit verloren hat. Die imposanten Anekdoten aus Zeiten, als die Wasserversorgung noch nicht voll automatisch funktioniert hat, vermochten es die zahlreich erschienenen Gäste aus nah und fern zu fesseln und wenn man sieht, wie viele ihm zum Abschluss Glückwünsche überbracht haben, wird klar, dass Hitsch Egli in seinem Berufsleben definitiv einige Dinge richtig gemacht hat.

  • Die Kübliser feierten am Freitag ihren Hitsch. Bild: C. Imhof
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  • Thomas Gort bedankte sich. Bild: C. Imhof
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  • Franco Macri schrieb Hitsch Egli ein Gedicht. Bild: C. Imhof
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cim