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Sport Regional
07.09.2021
07.09.2021 13:02 Uhr

SRF zeigt Dokumentation über Annik Kälin

Annik Kälin ist eines von sechs Nachwuchstalenten, das für die Sendung «Morgen sind wir Champions»  porträtiert wurde.
Annik Kälin ist eines von sechs Nachwuchstalenten, das für die Sendung «Morgen sind wir Champions» porträtiert wurde. Bild: V. Di Domenico / SRF
Seit dem letzten Freitag strahlt das Schweizer Fernsehen SRF die Langzeit-Dokumentation «Morgen sind wir Champions» aus. Diese begleitet zum ersten Mal die hoffungsvollsten Talente aus der Schweizer Leichtathletik. Teil der Sendung ist auch Annik Kälin aus Grüsch. Wie es für sie ist, die schwierigste Saison ihrer bisherigen Karriere nochmals am Bildschirm mitzuerleben, und welche Ziele sie nach der Verletzungspause verfolgt, könnt Ihr hier nachlesen.

«Im Oktober 2020 ist Swissathletics auf mich zugekommen und hat gesagt, dass das Schweizer Fernsehen sechs Athletinnen und Athleten sucht für eine Doku», erinnert sich Annik Kälin. «Ich habe mich sehr geehrt gefühlt und deshalb sofort zugesagt.» Entstanden ist dabei eine Dokumentation, die über den Zeitraum von Oktober 2020 bis Juli 2021 die Grüscher Mehrkämpferin begleitete. Diese ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. «Ich finde den Film mega lässig, da er nicht nur die Wettkämpfe, sondern auch das intensive Training und das Ganze rund um den Sport zeigt.»

Und dann war der Druck weg

Annik Kälin musste die vergangene Saison, die im Film begleitet wurde, leider frühzeitig beenden und flog deshalb nicht zu den Olympischen Spielen nach Japan. Dieser Chance habe sie aber nicht lange nachgeweint. «Es war sicher die schwierigste Saison meiner Karriere, und oft hat mich die Ungewissheit geplagt. Natürlich wäre es cool gewesen, Wettkampf-erfahrung in Japan zu sammeln. Doch, als ich mich für eine Pause entschieden habe, ist der Druck von mir gefallen. Die Pause hat gutgetan, und so konnte ich mir in Ruhe neue Ziele stecken.» Diese seien ähnlich, nur mit einem anderen Datum versehen, wie die 21-Jährige erklärt. Zum Glück gehe es ja nicht mehr allzu lange bis zu den nächsten Olympischen Sommerspielen, welche in 2024 in Paris stattfinden. Verfolgt habe sie ihre Kolleginnen und Kollegen aber schon am Fernsehen, denn, wenn sie schon nicht vor Ort dabei sein konnte, wollte sie wenigstens so ihre mentale Unterstützung beisteuern.

Die Grüscherin arbeitet inzwischen schonend an ihrem Comeback. Bild: V. Di Domenico / SRF.

Schonend und langfristig

Wenn die junge Sportlerin von einer Pause oder Auszeit spricht, betreibt sie trotzdem noch deutlich mehr Sport als die meisten Menschen. Sie arbeitet 50 bis 60 Prozent und kann so viel Zeit für die Leichtathletik beanspruchen. Momentan feilt Kälin gerade an ihren konditionellen Fähigkeiten, gemeinsam mit ihrem Trainer und Vater Marco Kälin. «Seit dem Frühling haben wir intensiv meine Schnelligkeit trainiert und fokussieren uns aktuell auf den Sprint.» In dieser Disziplin werde die Athletin vom AJ TV Landquart in diesem Jahr sogar noch an ein paar offiziellen Terminen teilnehmen. Das gebe ihr Schub. «Es ist wichtig und motivierend, noch ein paar Sprints ins Programm einzubinden. So habe ich doch noch ein paar Höhepunkte diese Saison und kann sehen, wie das Training angeschlagen hat.» Allgemein setzt die Mehrkämpferin im Winter auf einen schonenden Aufbau, damit sie ihrer Karriere längerfristig noch viele solcher Highlights hinzufügen kann. Wenn alles gut geht, wird Annik Kälin somit nicht nur bei den nächsten, sondern auch bei den übernächsten Olympischen Spielen für einen Prättigauer Medaillienregen sorgen. Zu wünschen wäre es ihr, nach dem diesmaligen Aussetzen auf jeden Fall.

Der Dokumentarfilm «Morgen sind wir Champions» mit Annik Kälin wird am kommenden Mittwoch, 8. September 2021, um 16.50 Uhr auf SRF 2 ausgestrahlt.

C. Imhof