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Prättigau
08.09.2021

Aus der Naturapotheke: die Schafgarbe

Die dichten, weissen «Blütenköpfchen» sind ein eindeutiges Merkmal der Schafgarbe.
Die dichten, weissen «Blütenköpfchen» sind ein eindeutiges Merkmal der Schafgarbe. Bild: M. Rominger
Achtung: bei dieser heimischen Heilpflanze besteht Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern. Wer die krampflösende Schafgarbe verwenden möchte, sollte sich vorher gut über das typische Aussehen informieren. Hier erläutere ich, woran man die gewöhnliche Schafgarbe erkennt.

Eine Pflanze die es in sich hat

Die einheimische Schafgarbe findet man an Wegrändern, Wiesen und Weiden. Sie ist besonders bei Schafen als Leckerbissen beliebt.
Die Heilpflanze hat viele gute Eigenschaften und kann breit gefächert eingesetzt werden.

Doch besonders wirkt sie krampflösend und antibakteriell. Sie gilt als die Pflanze gegen das monatliche Frauenleiden, der Menstruationskrämpfe. Ausserdem kann sie bei Blähungen und allgemeinen Bauchschmerzen verwendet werden. Aber wie?

Frisch oder getrocknet

Da alle oberirdischen Teile der Schafgarbe verwendet werden können, tut man sich am leichtesten, die Stiele bodennahe abzuschneiden und als Strauss gebunden an einem schattigen, gut belüfteten Ort aufzuhängen. Getrocknet kann die Schafgarbe als Tee aufgegossen werden. Der Saft der Schafgarbe kann frisch gepresst und verdünnt in Wasser getrunken werden. Achtung, hierbei soll der Saft wirklich nur frisch sein, er darf nicht gären! Wenn es schnell gehen muss, können die frisch gepflückten Stängel, Blätter und Blüten der Schafgarbe mit heissem Wasser aufgegossen und getrunken werden.

Wie erkenne ich die Schafgarbe

Charakteristisch sind die Blätter. Sie wachsen am behaarten Stängel der Schafgarbe bis hoch zu dem Blütenkopf. Die Blätter erinnern ein wenig an eine Feder. Die Blüten sind weiss und doldenartig. In manchen Fällen können sie auch leicht rosa, orange oder rot sein. Die Schafgarbe kann von Juni bis September gepflückt werden.

Achtung Doppelgänger

Der Riesenbärenklau ist deutlich grösser und weist rote Flecken auf den sehr viel dickeren Stängeln auf. Achtung, er ist giftig. Das Wiesenschaumkraut und der gefleckte Schierling unterscheiden sich von der Schafgarbe in ihren Blättern. Zudem verwechselte ich die wilde Möhre immer mit der Schafgarbe. Hierbei zeigt die Schafgarbe aber deutlich dichter angesiedelte und hellere Blütenköpfchen als die wilde Möhre. Und auch hier unterscheiden sich die beiden in den Blättern.
Wenn man sich unsicher über die Pflanze ist, sollte man sie keinesfalls anfassen. Denn der Riesenbärenklau und der gefleckte Schierling können starke Hautreizungen hervorrufen. Seien sie vorsichtig und lassen sie sich die Schafgarbe bei Unsicherheit von einem Experten zeigen.

M. Rominger