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Lokalmatador gewinnt Bergsprint in Klosters

Tagessieger Michael Steiner (rechts im Bild) gewinnt den Bergsprint in  47 Minuten und 45 Sekunden. Links von ihm Martin Lustenberger, mit 2:21 Minuten Rückstand auf Steiner, Zweitplatzierter des Bergsprints.
Tagessieger Michael Steiner (rechts im Bild) gewinnt den Bergsprint in 47 Minuten und 45 Sekunden. Links von ihm Martin Lustenberger, mit 2:21 Minuten Rückstand auf Steiner, Zweitplatzierter des Bergsprints. Bild: Klaus Fengler
Kurz, steil und schnell zeigt sich die 5. Etappe des 16. DYANFIT Transalpine Run powered by Volkswagen R (TAR), die für einen Tag in der Gemeinde Klosters verweilt. Der heutige Bergsprint mit Start an der Sport- und Veranstaltungs­arena Klosters (1.179 m) und Ziel an der Madrisa-Berg­station (1.884 m) bringt die Läufer*innen an ihre Laktat-Grenzen. Rund 8,7 Kilometer und 940 Höhenmeter im ­Aufstieg – auf der kürzesten TAR-Etappe, mit einmaliger Ziellinie am Berg, zählt Schnelligkeit.

Gestartet wird in umgekehrter Reihenfolge der Gesamtwertung. Schnellster Bergsprinter war heute Michael Steiner, Mitglied des Lokalmatador-Teams Davos Klosters. Mit 47 Minuten und 45 Sekunden entschied der 26-jährige den Tagessieg klar für sich. Bei den Damen liefen Ida-Sophie Hegemann und Eli Anne Dvergsdal gemeinsam in 1 Stunde und 4 Minuten auf Platz 1. Die 5. Etappe birgt Start und Ziel in und oberhalb der Graubündner Gemeinde Klosters im Prättigau. Der Startschuss für den heutigen Bergsprint fiel daher ausnahmsweise spät: Um 10 Uhr sprinteten die Läufer*innen zeitversetzt los. Alle 15 Sekunden wurde gestartet, die Leader Teams in der Gesamtwertung starteten daher zuletzt. Die Strecke verlief zunächst über Forstwege am Hang entlang in Richtung Klosters Dorf. Nach Querung der Hängebrücke wechselt der Untergrund auf natürliche Trails und führt steil aufwärts durch lichten Bergwald bis zum Zielbogen knapp unterhalb der Madrisa Bergstation.

Tagessieger*innen – Top 3 bei den Herren und Damen

Mit einer Zeit von 47.45 Minuten holte sich Michael Steiner, Team Davos Kloster, souverän den Tagessieg. «Eigentlich ist dies nicht meine Paradedisziplin», so der junge Bergläufer aus dem benachbarten Engadin im Zielbereich. Vielmehr sind es die Strecken bis zu 40 Kilometern im steten auf und ab. Heute allerdings liegt er, mit einem Abstand von 2.21 Minuten auf den Zweitplatzierten Martin Lustenberger (50.06 Minuten), klar vorn. Dritter auf dem Podium ist Lustenbergers Teamkollege Ramon Manetsch mit einer Zeit von 50.33 Minuten. Bei den Damen liefen Ida-Sophie Hegemann und Eli Anne Dvergsdal gemeinsam auf Rang 1 und 2 (1:04:01). Stephanie Kröll, Team Mountainshop Hörhager und in der Mixed-Gesamtwertung auf Platz 1, gewann Rang 3 (1:05:22). Somit teilen die generell schnellsten TAR-Damen sich auch heute das Podium. Bei der Tageswertung im Team-Wettbewerb gab es die ein oder andere Überraschung. So holt sich zum ersten Mal ein niederländisches Team Platz 1 in der Kategorie Master Men. Das Team Suicide Bunnies, Wouter Hoefsloot (1:02:04) und Maarten Hendriks (58:20:05) überquerten die Ziellinie nach einer Teamleistung von 2:00:25.

Bei den Damen liefen Ida-Sophie Hegemann (Mitte) und Eli Anne Dvergsdal (links) gemeinsam auf Rang 1 und 2 (1:04:01). Stephanie Kröll, Team Mountainshop Hörhager und in der Mixed-Gesamtwertung auf Platz 1, gewann Rang 3 (1:05:22). Bild: Klaus Fengler

Führung in der Gesamt­wertung bleibt unverändert

In der Gesamtwertung des Transalpine Run führen bei den Männern weiterhin Martin Lustenberger und Ramon Manetsch, Gantrischbike.ch-Marathon-Team Kriens (15:55:13). Mit 47.05 Minuten Rückstand auf Rang 2 folgt das Team Davos Klosters, besetzt mit dem heutigen Tagessieger Michael Steiner und dessen Teamkollegen Gabriel Lombriser (16:42:19). Somit bleibt das Leadership der Männer weiterhin in Schweizer Hand. Führende in der Gesamtwertung Damen sind und bleiben vorerst: DYNAFIT Squad x The North Face, Isa-Sophie Hegemann und Eli Anne Dvergsdal (19:48:33).

Eine weitere Besonderheit der heutigen Etappe ist die lange Regenerationszeit. Ab dem frühen Nachmittag ist Pause angesagt. Das heißt für die Teams auslaufen oder eher Beine hochlegen? «De­finitiv Beine hochlegen», antwortet Tagessieger Michael Steiner. «… und essen», ergänzt er lachend. Die 6. Etappe steht an. Morgen folgt die Königsetappe von Klosters nach Scoul im Engadin, 46,8 Kilometer und 2300 Höhenmeter. Der Lauf von Klosters nach Scoul hat es in sich. Daher wird früh gestartet: Um 7 Uhr fällt der Startschuss. Nach etwas über fünf Stunden dürften die ersten Teams im Ortskern von Scoul einlaufen. Weitere Informationen zum DYNAFIT Transalpine Run powered by Volkswagen R und der diesjährigen Streckenführung unter transalpine-run.com.

pd