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Prättigau
14.09.2021

Aus der Naturapotheke: Frauenmantel

«Frauämäntäli» unterhalb der Schesaplana Hütte in Seewis.
«Frauämäntäli» unterhalb der Schesaplana Hütte in Seewis. Bild: M. Rominger
Die nächste mittlerweile ­heimische Heilpflanze die hier vorgestellt wird, wirkt wie schon der Name verrät, vor allem bei verschiedensten Frauenbeschwerden. Bei Frauenmantel stelle ich mir einen Mantel vor, der die Frau beschützend umgibt, wohlig warm behütend. Vielleicht auch, weil sie vom Aussehen her ein wenig an einen Mantel erinnert. Was die Heilpflanze alles zu bieten hat, lest Ihr hier.

Am letzten Wochenende ist mir der Frauenmantel unterhalb der Schesaplana Hütte in Seewis aufgefallen. Dort oben ist er zu dieser Zeit noch weit verbreitet. Die Blätter der Heilpflanze können jetzt noch geerntet werden. Sonst gilt die Erntezeit von Blüten und Blättern von April bis August.

Der Name ist Programm

Der Frauenmantel wirkt folgenden Frauenbeschwerden entgegen: bei schmerzhafter Menstruation, dem prämenstruellen Syndrom, in den Wechseljahren, bei unerfülltem Kinderwunsch oder krankhaftem Scheidenausfluss. Die Heilpflanze kann frisch oder getrocknet in Sitzbäder gegeben werden (bei Ausfluss oder starker Menstruation) und als Tee getrunken werden. Wieso also nicht Frauenmantel probieren, bevor man zu künstlichen Hormonen greift? Die Heilpflanze wird auch gerne am Anfang einer Schwangerschaft gegen Fehlgeburten eingesetzt. Nach der Geburt fördert der Frauenmantel den Milchfluss und die Rückbildung der Gebärmutter.

Eine Heilpflanze als Tausendsassa

Doch nicht nur das. Die flächig wachsende Heilpflanze, welche eine Höhe von bis zu 40 cm erreicht, ist ein echter Tausendsassa in der Naturheilkunde. Bei Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Magen-Darm-Grippe, Migräne, Husten, Erkältungen und Arteriosklerose wird der Frauenmantel als Tee getrunken. Hier können die gelben Blüten und die Blätter verwendet werden. Frauenmantel blüht im Juni.

Wo findet man ihn?

Vom frauenfreundlichen Kraut gibt es verschiedene Sorten, die man gut verwechseln kann. Dabei spielt das bei der ungiftigen Pflanze keine Rolle, denn all ihre Verwandten haben genau dasselbe Wirkungsgebiet, nur dass die Wirkung zum Teil minder ausfallen kann. Den Frauenmantel findet man auf feuchten Wiesen, in Gräben und lichten Wäldern. Er scheint wie ein Mäntelchen auszusehen, welcher Saum sich im Winde wellt.

mr