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Leserbrief
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14.09.2021

Rehkitze werden zum Abschuss freigegeben – eine hirnlose Aktion

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unsplash Bild: unsplash
Ein Lesebrief von Fortunat Ruffner, Maienfeld

Die unter grosser Medienpräsenz im Juni mit Drohnen geretteten Rehkitze werden in den letzten vier Tagen im September, erst drei Monate alt, zum Abschuss freigegeben. Die noch säugenden Kitze sollen erbarmungslos von der Mutter weggeknallt werden. Auch Rehgeissen und Schmaltiere sollen erlegt werden. Rehe würden bei Wald-Wildkonflikten als Verursacher eine entscheidende Rolle spielen, heisst es in den Bündner Jagbetriebsvorschriften. Wer glaubt denn wohl an das Märchen, dass Rehe dem Wald groben Schaden zufügen können. Die Wildtiere sollen einmal mehr schuld sein an der Misswirtschaft der Forstbetriebe. Das Amt für Jagd beugt sich, mit dem Segen von Regierungsrat Cavigelli, dem Druck der Forstlobby. Die nichtjagende Bevölkerung wird diese empathielosen und verwerflichen Jagdpraktiken nicht mehr lange tolerieren, denn auch Wildtiere haben ein Recht zu leben.

Fortunat Ruffner