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Kanton
12.10.2021

Auch nach 100 Jahren immer noch aktiv

Siegten im Jahresstich Veteranen und Alter und freuten sich mit  Ehrendamen und dem Präsidenten des Verbandes. Max Buchli (v. l.), Präsident des Bündner Schützen-Veteranen-Verbands, Arthur Buchli (Jahrgang 1931), Albert Bösch und Jürg Lietha (beide Jahrgang 1934).
Siegten im Jahresstich Veteranen und Alter und freuten sich mit Ehrendamen und dem Präsidenten des Verbandes. Max Buchli (v. l.), Präsident des Bündner Schützen-Veteranen-Verbands, Arthur Buchli (Jahrgang 1931), Albert Bösch und Jürg Lietha (beide Jahrgang 1934). Bild: Gion Nutegn Stgier
An der kürzlich durchgeführten Generalversammlung des Bündner Schützen-Veteranen-Verbands wurde sein 100-Jahr-Jubiläum gebührend gefeiert. Tradition, Kameradschaft, Geselligkeit und Dankbarkeit – diese Worte haben die Gratulanten gewählt, um dem Jubilar zu gratulieren.

Mit dem Bündner Marsch gespielt von der Polizeimusik Graubünden wurde die Jubiläumsgeneralversammlung in Landquart eröffnet. Max Buchli, Präsident des Bündner Schützen-Veteranen-Verbands, zeigte sich erfreut von der grossen Anzahl der erschienenen Veteranen. Ebenso konnte er einige Personen aus Politik, Militär und anderen Organisatio-nen begrüssen. Seit 1921 ist der Verband aktiv – und dies ist er auch noch nach 100 Jahren seines Bestehens. Der Verband, der die Bündner Schützenveteranen vereint, ist bei den über 60-jährigen Schützen geschätzt, sodass der auch im Jubiläumsjahr rund 800 Mitglieder zählt. In den 100 Jahren seines Bestehens wurde der Verband von 16 Präsidenten geleitet. Jährlich führt der Verband sein Jahresschiessen in Thusis durch. Mit rund 400 Veteraninnen und Veteranen ist dieser Anlass zu einem beachtlichen sportlichen Ereignis geworden – mit Ausnahme der letzten zwei Jahre, in denen coronabedingt das Programm als Heimrunde geschossen wurde.

Der Verband verdient Respekt

Alt Standespräsident Martin Wieland, der seine Nachfolgerin Aita Zanetti vertrat, sagte, das Schiessen sei keine kriegerische Sache, es habe vielmehr einen gesellschaftlichen Aspekt. Das Schiessen sei wohl auch eine staatspolitische Aufgabe, das aber auch dem Schutz der Bevölkerung diene. Divisionär Lucas Caduff betonte, dass der Verband mehr als nur Respekt verdiene. Wenn ein Verband 100 Jahre überlebe, habe er auch den Bedürfnissen entsprochen und tue es auch noch heute. Schützen sorgen für Sicherheit und Stabilität. Die Armeeführung könne daher auch auf die Schützen zählen – und darauf dürfe man stolz sein, so Caduff. Schiessen und Tradition seien starke Zeichen des Verbandes, sagte der Divisionär in seinem Grusswort.

Hat die Gemeinde Igis-Landquart vertreten an den Feierlichkeiten: Katharina Hausmann. Bild: Gion Nutegn Stgier

Schiesstradition Sorge tragen

Unter den Festrednern war auch Martin Bühler, Leiter des Amts für Militär und Zivilschutz. Er sagte, er verstehe die angespannte Situation wegen Covid-19 auch bei den Schützinnen und Schützen. Zusammenstehen, disziplinarisch bleiben und einen guten Umgang brauche es weiterhin. Das Schiessen und auch der Verband tragen viel zu den gemeinschaftlichen Werten bei, sagte Bühler. Er meinte, dass man auch in Zukunft der Schiesstradition Sorge tragen solle. Bernhard Lampert, bis vor kurzem noch Zentralpräsident des Verbands Schweizerischer Schützenveteranen, ist der Überzeugung, auch nach 100 Jahren des Bündner Schützen Veteranen Verbands blieben Ziel und Zweck immer noch bestehen. «Tradition ist nicht die Aufbewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers», so Lampert. Kameradschaft, Geselligkeit und Freiheit gehören zum Schiesssport, und tragen viel dazu bei, diese Tradition weiter zu führen, sagte Katharina Hausmann, welche die Gemeinde Igis-Landquart an den Feierlichkeiten des Verbands vertrat. Dank dem Schiessen werden Tradition und Sicherheit mehr wahrgenommen.

Gion Nutegn Stgier