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14.10.2021

Duterte rät zu Impfung im Schlaf

Rodrigo Duterte, Präsident der Philippinen, erklärt, man solle Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, am besten im Schlaf die Spritze setzen. Foto: Lisa Marie David/POOL REUTERS/AP/dpa
Rodrigo Duterte, Präsident der Philippinen, erklärt, man solle Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, am besten im Schlaf die Spritze setzen. Foto: Lisa Marie David/POOL REUTERS/AP/dpa Bild: Keystone/POOL REUTERS/AP/Lisa Marie David
Philippinen – Der umstrittene Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, hat in dem Inselstaat ein weiteres Mal für Schlagzeilen gesorgt: Der Politiker erklärte, man solle Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, am besten im Schlaf die Spritze setzen.

"Ich weiss, dass sich viele Leute immer noch nicht impfen lassen wollen", sagte er. Gerade in den Dörfern sollten die Behörden deshalb nach denen suchen, die sich sträuben, und "in ihre Häuser gehen, während sie schlafen, und ihnen die Spritze geben".

Sein Sprecher Harry Roque betonte am Donnerstag, es habe sich um einen Scherz des Präsidenten gehandelt. Duterte habe eine lange Kabinettssitzung, die teilweise im Fernsehen übertragen wurde, auflockern wollen. "Um nicht einzuschlafen, brauchen wir da manchmal ein paar Witze", sagte Roque.

Der Sprecher musste in der Vergangenheit schon mehrmals bizarre Aussagen Dutertes zurechtrücken. Der Präsident steht vor allem wegen seines brutalen Kampfes gegen die Drogenkriminalität international in der Kritik.

Duterte zeigte sich zuvor frustriert darüber, dass das Virus in dem südostasiatischen Land noch immer nicht unter Kontrolle ist. Obwohl die Zahlen derzeit sinken, verzeichnen die Behörden weiter um die 8000 Fälle am Tag. Erst rund 21 Prozent der 110 Millionen Einwohner sind zwei Mal geimpft.

Die Philippinen sind eins der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder der Region. Insgesamt wurden bislang fast 2,7 Millionen Fälle verzeichnet. Mehr als 40 000 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Keystone-SDA