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Grüsch - Fanas - Valzeina
01.11.2021
01.11.2021 14:42 Uhr

Ausbau der Produktionskapazitäten in Grüsch

Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der  Gruppengeschäftsführung.
Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung. Bild: Trumpf
Das Hochtechnologieunternehmen Trumpf legt Zahlen für das Geschäftsjahr 2020/21 vor und informiert in diesem Zusammenhang über Neuerungen.

ufgrund des steigenden Auftragseingangs sowie der Montage zusätzlicher Produkte aus dem Trumpf-Produktionsverbund werden die Produktionskapazitäten in Grüsch derzeit erweitert, wie das Hochtechnologieunternehmen in einer Medienmitteilung zum Geschäftsjahr 2020/21 schreibt. Der Reinraum in der Laserproduktion werde vergrössert, um ab Januar 2022 zusätzliche Laser produzieren zu können.

40 Jahre Trumpf Grüsch

Zur nachhaltigen Energiegewinnung installiere Trumpf Schweiz in Grüsch derzeit auf 8000 Quadratmetern Fläche auch eine Solaranlage mit einer Spitzenleistung von über einem Megawatt. Diese werde zukünftig 18 Prozent des jährlichen Strombedarfs von Trumpf Schweiz abdecken und als eine der grössten Solaranlagen in Graubünden voraussichtlich Mitte November 2021 in Betrieb genommen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Im Jahr 1980 entstand der neue Trumpf-Standort in Grüsch – und mit ihm 50 neue Arbeitsplätze. Seitdem hat sich die Niederlassung im Vorderprättigau stark entwickelt. Zum Geschäftsjahresende 2020/21 waren an den drei Standorten Grüsch, Baar und Bottighofen insgesamt 713 Mitarbeitende beschäftigt, 587 davon in Grüsch. Die Zahl der Lernenden im Berichtsjahr lag bei 41. Die Trumpf Schweiz AG bildet derzeit Lernende in zehn unterschiedlichen Berufen aus.

Grosser Teameinsatz

In der Schweiz erzielte Trumpf zum Abschluss des Geschäftsjahres 2020/21 am 30. Juni 2021 einen Auftragseingang von 463,5 Millionen Schweizer Franken. Dies ist ein Wachstum von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz fiel dagegen um sechs Prozent auf 390,8 Millionen Schweizer Franken. Während das erste Halbjahr durch die Covid-19-Pandemie deutlich vom wirtschaftlichen Abschwung bestimmt gewesen sei, hätten sich die Herausforderungen im Laufe des Jahres stark verändert, ist der Medienmitteilung zu entnehmen. Das zweite Halbjahr sei durch einen deutlichen Anstieg des Auftragseingangs sowie grosse Schwierigkeiten innerhalb der Lieferkette geprägt gewesen.

Die Aussichten für das kommende Geschäftsjahr sind sehr positiv, wie es weiter heisst. Die Trumpf Schweiz AG plane ein grosses Wachstum in allen Bereichen und eine Umsatzsteigerung von über 25 Prozent. «Trotz anhaltender Schwierigkeiten in der Lieferkette blicke ich sehr positiv nach vorne», sagt CEO Andreas Conzelmann. «Ob wir diese hoch gesteckten Ziele erreichen, hängt davon ab, ob wir unsere Montagelinien aufrecht erhalten können, was bisher – dank dem riesigen Einsatz meines Teams – gut gelungen ist», so Conzelmann.

Unternehmensrekordwert

Die Trumpf-Gruppe verzeichnet zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2020/21 am 30. Juni 2021 ein leichtes Umsatzplus von 0,5 Prozent auf 3,50 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2019/20: 3,48 Milliarden Euro). Der Auftragseingang stieg deutlich um 19,7 Prozent auf einen Unternehmensrekordwert von 3,9 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2019/20: 3,3 Milliarden Euro), wie das Unternehmen schreibt.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich mit 370 Millionen Euro sehr positiv entwickelt und sei gegenüber dem Geschäftsjahr 2019/20 (309 Millionen Euro) um 19,5 Prozent gestiegen. Im ersten Halbjahr habe Trumpf das Ergebnis trotz niedrigem Umsatzniveau durch eine Steigerung der Produktivität, die Veränderung des Produkt-Mixes sowie konsequente Einsparungen bei den Sachkosten stabilisieren können. Im zweiten Halbjahr legte das Ergebnis laut Mitteilung durch den höheren Umsatz deutlich zu. Auch aufgrund der Investitionszurückhaltung habe das Unternehmen eine EBIT-Rendite in Höhe von 10,5 Prozent (Vorjahr: 8,9 Prozent) erzielt.

L. Steinmann/pd