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Gesundheit
11.12.2021

Ski- und Snowboardunfälle vermeiden

Unfälle vermeiden – überschätzen Sie sich nicht!
Unfälle vermeiden – überschätzen Sie sich nicht! Bild: Suva
Das Leben ist schön, solange nichts passiert… Jahr für Jahr stehen rund 2,8 Millionen Schneesportler:innen auf den Skiern oder auf dem Snowboard. Doch das beliebte ­Hobby birgt auch Risiken.

Nur neun Prozent der Skiunfälle und vier Prozent der Snowboardunfälle ereignen sich unter Beteiligung einer anderen Person. Die restlichen Ski- oder Snowboardunfälle sind sogenannte Selbstunfälle. Die Gründe dafür sind: Ermüdung, zu hohes Tempo, mangelnde körperliche Fitness, Ablenkung und Selbstüberschätzung. Der neue TV-Spot der Suva spricht diese Aspekte mit inszenierten «Beinahe»-Unfällen beim Ski- und Snowboardfahren an. Die Botschaft lautet: Überschätze dich nicht – denn das Leben ist schön, so lange nichts passiert. «Wir appellieren an die Eigenverantwortung der Ski- und Snowboardfahrenden. Wenn ich meine Tagesform, meine Fitness und Fahrfähigkeiten richtig einschätze, mich entsprechend beim Ski- oder Snowboardfahren verhalte, reduziert sich auch die Unfallgefahr» erklärt Samuli Aegerter, Suva-Kampagnenleiter Schneesport.

Richtig einschätzen

Die App «Slope Track» ist der digitale Begleiter der Kampagne. Sie wurde seit dem Launch im Jahr 2019 von über 45 000 Personen genutzt. «Die bereits über 200 000 aufgezeichneten und ausgewerteten Abfahrten zeigen das grosse Interesse am Thema Selbsteinschätzung», bestätigt Aegerter. Mit der App «Slope Track» könnten die individuell aufgezeichneten Abfahrten ausgewertet werden. Die Werte zeigten, was der Körper beim Schneesport aushalten müsse. Dadurch schärfe sich das Bewusstsein für die körperlichen Belastungen beim Ski- und Snowboardfahren. Mit nützlichen Tipps unterstützt die App, wie man Kondition und Fahrstil verbessern und die körperliche Belastung reduzieren kann. «Sie ist eine digitale Unterstützung im Hosensack, um mit den körperlichen Belastungen auf der Piste besser umzugehen und somit die Verletzungsgefahr zu senken», bekräftigt Aegerter.

Warm-up mit Wendy Holdener

Neu bietet die App «Slope Track» kurze Videosequenzen für das Warm-up mit Profiskirennfahrerin und Olympiasiegerin, Wendy Holdener, an. Sie zeigt, wie man den Körper optimal für die Piste vorbereitet. «Ein aufgewärmter Körper wird beweglicher und toleriert eher eine Überbelastung, als wenn man ausgekühlt von der Bahn direkt auf die Piste geht», erklärt Wendy Holdener, Botschafterin der App «Slope Track». Auch genügend Muskelkraft sei wichtig. Denn, wer nicht genügend Kraft habe, ermüde schneller und verliere eher die Kontrolle über seine Skier, sagt Holdener weiter. Wöchentliche Tipps von Profis aus dem Schneesport ergänzen das Präventionsangebot in der App. «Wir erhoffen uns, dass sich die Nutzer:innen durch die App «Slope Track» bei der Selbsteinschätzung unterstützt fühlen und ihr Verhalten zugunsten einer unfallfreien Abfahrt anpassen», erklärt Aegerter.

pd/L. Steinmann