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Film «Mit Lawinen leben» holt Vergangenheit zurück

Lawinenkatastrophe 1935.
Lawinenkatastrophe 1935. Bild: zVg
«Was wir antrafen, war eine unermessliche Verwüstung», berichtete die Schweizerische Wochenschau damals über das Lawinenunglück im Januar 1951.

Holger Finze-Michaelsen hat 70 Jahre später die Überlebenden interviewt und dies in einem Kurzfilm festgehalten – so auch das letzte Lawinenunglück im Siedlungsgebiet von St. Antönien, das 1964 drei Verschüttete mit einem Todesopfer forderte. Die damals auf dem Friedhof verschüttete und lebendig geborgene Ursula Locher kam zur Filmpremiere aus dem Unterland angereist. Ihre Erzählungen über das Ereignis trieben manchem Besucher einen kalten Schauer über den Rücken.

Fast ein wenig entspannter lauschte man den Erzählungen der Familie Engel, die ihren Hof in der roten Lawinenzone bewirtschaftet. Obwohl sie dort vor drei Jahren von einer Nassschnee-Lawine heimgesucht wurde, hat sie nicht vor, ihr Heimathaus zu verlassen und arrangiert sich jeden Winter mit der drohenden Gefahr.

Eine gelungene Abrundung der Filmserie, die am Sonntag einem grossen Publikum gezeigt wurde, brachten die Eindrücke der Arbeiten an den Lawinenverbauungen damals und heute.

Die Kulturgruppe St. Antönien will das Projekt «Mit Lawinen leben» als Teil der Talgeschichte in den nächsten Jahren mit diversen Aktivitäten ausbauen. Der Start ist schon einmal geglückt.

pd