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Sepp Föhn: «Ein Bewegungspark ausserhalb des Dorfes ist geplant»

Bild: zVg
Zum neuen Jahr wollten wir es genauer wissen und haben allen Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten in der P&H-Region ein paar Fragen zukommen lassen. Wir wollten ihnen so die Möglichkeit geben, für einmal direkt mit dem Volk zu sprechen und einen Ausblick auf das neue Jahr zu wagen. Als bereits Elfter zu Wort kommt der Landquarter Gemeindepräsident Sepp Föhn.

Was wünschen Sie sich für Ihre Gemeinde im kommenden Jahr?
Die Bevölkerung soll sich in der Gemeinde wohlfühlen. Dazu gehören Toleranz und Zusammenhalt untereinander und auch gegenüber der Gemeindebehörde. Probleme und Wünsche können direkt angesprochen werden und es kann aktiv mitgestaltet werden (zum Beispiel Teilnahme an Gemeindeversammlungen und Kommissionen).

Was ist die grösste Herausforderung, die ansteht?
Das Bedürfnis nach einem geeigneten Freizeitstandort vor allem für die junge Bevölkerung ist gross. Dazu ist ein Bewegungspark ausserhalb des Dorfes geplant. Weiter ist ein einheitliches Baugesetz über die ganze Gemeinde mit den Dorfteilen Mastrils, Igis und Landquart zu erarbeiten. Ebenso sind die Industriellen Betriebe IBL mit der Ver- und Entsorgung (Wasser, Abwasser, Erdgas, Kommunikation, Abfall) den heutigen Bedürfnissen anzupassen. Die Fertigstellung der Bahnhofstrasse und der Leichtathletikanlage ist auf gutem Weg.

Was gefällt Ihnen an ihrer Aufgabe als Gemeindepräsident am besten?
Freude bereiten mir die Begegnungen mit den Einwohnerinnen und Einwohnern, in denen ich die Möglichkeit habe, deren Bedürfnisse zu erkennen. Die Projekte mit dem Gemeindevorstand und der Verwaltung verantwortungsbewusst weiterzuentwickeln und umzusetzen, fordert mich heraus. Ebenso die zukunftsorientierte Gestaltung der Raumplanung in Landquart und in der Region.

Wo sehen Sie in Ihrer Gemeinde noch Handlungsbedarf?
Diverse Strassenprojekte sollten den heutigen Bedürfnissen angepasst werden wie zum Beispiel die Industrieerschliessung mit einem direkten Zugang von der Deutschen Strasse für den Motorisierten-, Öffentlichen- und Langsamverkehr. Ebenso sollten langfristig Schulräume für die Kindergärten und die Primarschule im Ortsteil Landquart geschaffen werden.

Was unternimmt Ihre Gemeinde, um auch junge Familien anzulocken?
Wir streben eine durchmischte Wohnform für kleine bis grössere Familienwohnungen an. Zeitgemässe Rahmenbedingungen für ein motivierendes Lernumfeld an den Schulen wie Blockzeitenbetreuung, Mittagstisch, Hausaufgabenhilfe und weiterführende Förderungen von Kindern sind uns wichtig. Die Jugendarbeit ist mit eineinhalb Stellen sehr präsent.

Was macht Ihre Gemeinde so einzigartig?
Die Handelszeitung wählte Landquart zur attraktivsten Bündner Gemeinde im Jahr 2021. Dabei überzeugten unter anderem unsere diversen Fördermöglichkeiten für Energieeinsparungen. Unsere Verkehrslage in allen Richtungen mit ausgezeichneter Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist optimal. Dies haben auch Firmen erkannt, die sich bei uns ansiedeln wollen. Das Gewerbe bietet rund 6‘000 spannende Arbeitsplätze mit einfachen bis hochqualifizierten Berufen. Es sind sehr hohe Investitionstätigkeiten geplant, zum Beispiel durch die RhB mit über 500 Millionen Franken und diverse weitere Industrie- und Gewerbebetriebe. Ebenso möchte ich erwähnen, dass den einheimischen Vereinen unsere modernen und der heutigen Zeit angepassten Schul- und Sportanlagen gratis zur Verfügung stehen. Landquart ist ein Ort zum Wohnen, Arbeiten und die Freizeit geniessen.

Christian Imhof