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Furna
12.01.2022
11.01.2022 16:41 Uhr

Cornelia Roffler: «Als Gemeinde möchten wir eigenständig bleiben»

Bild: zVg
Zum neuen Jahr wollten wir es genauer wissen und haben allen Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten in der P&H-Region ein paar Fragen zukommen lassen. Wir wollten ihnen so die Möglichkeit geben, für einmal direkt mit dem Volk zu sprechen und einen Ausblick auf das neue Jahr zu wagen. Als bereits Zwölfte zu Wort kommt die Furner Gemeindepräsidentin Cornelia Roffler.

Was wünschen Sie sich für Ihre Gemeinde im kommenden Jahr?
Ich wünsche mir, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner gesund und glücklich bleiben und bei Schwierigkeiten und Nöten immer eine gute Lösung finden. Ebenfalls wünsche ich mir, dass wir als Dorfgemeinschaft im Frieden untereinander und mit Respekt und Verantwortung gegenüber den Mitmenschen und der Natur durch das 2022 gehen können.

Was ist die grösste Herausforderung, die ansteht?
Als Gemeinde möchten wir eigenständig bleiben. Mit den bescheidenen Finanzen die laufenden Kosten und die anstehenden Investitionen zu tätigen ist und bleibt eine grosse Herausforderung.

Eine grosse Herausforderung ist die gesamte Raumplanung mit der Ortsplanung. Diese Bereiche nehmen einen sehr grossen Teil der Finanzen weg. Am Schluss ist zwar ein grosser Stapel von Papier und Plänen sichtbar, aber wirklich etwas Handfestes produziert wurde immer noch nicht.

Was gefällt Ihnen an ihrer Aufgabe als Gemeindepräsident:in am besten?
Es ist eine sehr schöne Aufgabe, wenn man seine Fähigkeiten zum Wohle der Gemeinde einsetzen kann und man das Vertrauen der Einwohnerinnen und Einwohner hat, um diese Gemeinde zu führen. Ich lerne auch immer wieder neue Sachen dazu. Mir persönlich gefallen eher die Arbeiten im Hintergrund, weniger die Repräsentativaufgaben.

Wo sehen Sie in Ihrer Gemeinde noch Handlungsbedarf?
Handlungsbedarf hätten wir sicherlich bei den Parkplätzen innerorts und ausserorts. Wir sind auch daran, hier Lösungen zu finden. Da sich aber ein beachtlicher Teil unserer Fläche in einer Moorlandschaft von nationaler Bedeutung befindet, ist es fast aussichtslos, diesem Handlungsbedarf gerecht zu werden.

Was unternimmt Ihre Gemeinde, um auch junge Familien anzulocken?
Nichts, wir sind keine Lockvögel. Wer nach Furna ziehen möchte ist hier willkommen. Wir bieten das an was wir haben und möchten nicht etwas Künstliches schaffen.

Was macht Ihre Gemeinde so einzigartig?
Vielleicht eben grad das oben erwähnte. Wir sind eine einfache, bodenständige Dorfgemeinschaft. Wir lassen einander viel Raum und sind doch füreinander da. Weder im Tourismus noch in der Kultur oder in einem anderen Bereich versuchen wir mit allen Mitteln grösser oder interessanter zu werden. Wir leben unsere Kultur, unsere Arbeit, unser Brauchtum. Das müssen wir nicht künstlich erzeugen oder sonst irgendwie am Leben erhalten.

Die traumhafte Aussicht über das mittlere und hintere Prättigau ist ebenfalls ein Standardgut, das wir nicht erzeugen müssen, sondern einfach da ist.

Christian Imhof